Der Müritz-Nationalpark bei Kargow: Einblicke in die unberührte Natur am Mühlensee.
Der Müritz-Nationalpark bei Kargow: Einblicke in die unberührte Natur am Mühlensee. Ch.Dingler
Kommunen ausgezeichnet

Kargow an der Müritz ist jetzt „Tourismusort”

Kargow bei Waren war einer der ersten Orte, die sich beim Land um das Prädikat „Tourismusort” beworben haben. Seit Mittwochnachmittag darf Kargow den Titel tragen.
Kargow

Die Müritzregion ist um ein touristisches Prädikat reicher. Kargow bei Waren wurde am Mittwochnachmittag ganz offiziell mit dem Titel „Tourismusort” ausgezeichnet. Mit Anklam, Stavenhagen und Ivenack gab Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer weitere Anerkennungen bekannt.

Vier Orte erhalten als erstes die Auszeichnung

„Die Gemeinden Kargow und Ivenack sowie die Städte Anklam und Stavenhagen sind ab sofort anerkannte Tourismusorte in unserem Bundesland”, so Meyer bei der feierlichen Veranstaltung in Schwerin. Vorteil für Orte, die dieses Prädikat erhalten, ist die Möglichkeit, eine gästebasierte Kurabgabe zu erheben. Die Einnahmen daraus können unter anderem für die Finanzierung touristischer Infrastruktur und weiterer touristisch bedeutsamer Aufgaben wie Marketingmaßnahmen, digitale Gästekarten und kostenlose ÖPNV-Angebote eingesetzt werden.

Kargow will Teil von „Müritz rundum” sein

Kargows Bürgermeister Matthias Kagel möchte seine Wahl-Heimat mit diesem touristischen Prädikat aufwerten. Für Kargow ist die Auszeichnung eine große Chance. So sehen es zumindest Matthias Kagel und Bert Balke, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte. Schon seit rund anderthalb Jahren besteht in der Gemeinde der Wunsch, Teil des Mobilitätsprojektes „Müritz rundum“ zu sein, sagte Kagel auf Nachfrage. Hoteliers, Ferienwohnungsvermieter und Gastronomen könnten von „Müritz rundum“ profitieren, wenn der Bus etwa im Kargower Ortsteil Godow hält und von dort die Urlauber beispielsweise zur Nationalparkinformation Federow befördern könnte. „Das wäre ein großes Aushängeschild für uns“, finden Bürgermeister und Gemeindevertreter.

Schon jetzt gehören Punkte der Nationalparkdörfer zu den Haltestationen des „Müritz-rundum“-Projektes. Die Busse bringen Touristen etwa zum Nationalpark-Eingang nach Federow; befördern Gäste aber nicht innerhalb der Gemeinde.

Einfachere Finanzierung erhofft

Um Urlaubern attraktive Angebote zu bieten, investierte Kargow jedes Jahr in seine touristische Attraktivität, etwa in die Gestaltung der Nationalparkeingänge und die Erweiterung von Stellplätzen. Viele Maßnahmen wurden zwar gefördert, benötigten allerdings auch einen Eigenanteil aus dem Kargower Gemeindesäckl. Als Tourismusort könnten Vorhaben künftig besser finanziert werden, hoffen die Kargower.

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