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Kastriert: Kartäuser nicht mehr für die Zucht geeignet

Die Chefin im Malchower Tierheim, Sybille Frenz, hält eine der Kartäuser-Katzen im Arm. [KT_CREDIT] FOTO: Thomas beigang

Malchow.Die 14 blaugrauen Kartäuser-Katzen mit den bernsteinfarbenen Augen, die seit einigen Wochen im Malchower Tierheim Asyl gefunden haben, sind kastriert ...

Malchow.Die 14 blaugrauen Kartäuser-Katzen mit den bernsteinfarbenen Augen, die seit einigen Wochen im Malchower Tierheim Asyl gefunden haben, sind kastriert worden. Das sagte am Dienstag die Vorsitzende des Tierschutzvereins Waren, Margret Kuhlmann. Das Tierheim hatte in den vergangenen Tagen schon mehrfach Anfragen von Züchtern, welche die Rasse-Katzen zur Zucht übernehmen wollten.
Die Kartäuser stammen aus einem kleinen Dorf im Süden der Müritzregion. Einer mit der Haltung völlig überforderten Frau sind vor Wochen ein Großteil der Vierbeiner auf Beschluss des Veterinäramtes entzogen worden (der Nordkurier berichtete). Als die betagte Frau kurz danach eines natürlichen Todes starb, musste das Tierheim in Malchow auch die restlichen Katzen übernehmen.
Nach dem Bericht darüber im Nordkurier waren offenbar die Begehrlichkeiten von Züchtern geweckt worden. Wie Margret Kuhlmann sagte, ließe sich mit der Zucht der bei Liebhabern sehr begehrten Rasse richtig gutes Geld verdienen. „Dem wollten wir einen Riegel vorschieben“, so die Tierschützerin. Der Verein zahlte beim Amt die Schulden der verstorbenen Frau für die Wegnahme der Tiere und darf die Kätzchen jetzt vermitteln. „Aber wir wollten, dass es die Stubentiger bei ihren neuen Besitzern auch gut haben und nicht ausschließlich der Zucht und des Geldes wegen abgeholt werden“, so Kuhlmann weiter. Bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Tierschutzverbandes am vergangenen Wochenende in Bonn habe sie sich für die Kastration der Katzen und Kater Grünes Licht geholt. „Die Kollegen haben uns recht gegeben“, so die Groß Gievitzerin.
Zwar habe die von Tierärzten durchgeführte Kastration richtig Geld gekostet, sagt die Vereinsvorsitzende, das Geld wäre aber für einen vernünftigen Zweck ausgegeben worden. „Warum soll man diese Rasse immer noch hoch und höher züchten. Darunter leiden bloß die Tiere“, heißt es weiter.thb