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Heilig Kreuz Waren

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Katholische Festwoche will Angst vor Fusion nehmen

Die Kirche Heilig Kreuz in Waren freut sich auf viele Besucher.
Die Kirche Heilig Kreuz in Waren freut sich auf viele Besucher.
Robin Peters

Auf dem Höhepunkt der 110-Jahr-Feier der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Kreuz Waren wird zur Messe am Sonntag hoher Besuch erwartet.

Viele Menschen der katholischen Pfarrei Heilig Kreuz in Waren blicken mit Sorge auf eine bevorstehende Vergrößerung. Über etwa 2500 Quadratkilometer soll sich die neue Kirchengemeinschaft laut Pfarrer Bruder Martin Walz dann erstrecken – und spanne sich von Malchow bis Feldberg.

„Die Größe der Fläche schreckt natürlich erst einmal ab“, sagt Walz. Doch der Pfarrer will das 110-jährige Jubiläum der katholischen Kirchengemeinde dazu nutzen, den Menschen die Angst vor dieser Herausforderung zu nehmen. Denn die Fusion ist ein zentrales Thema auf der bereits laufenden Festwoche. „Wir haben ein festes Fundament“, sagt Walz. Auf dieser Grundlage lassen sich ihm zufolge alle Schwierigkeiten bewältigen. Sie müssten es nur gemeinsam anpacken.

Propst aus Schwerin ist am Sonntag zu Gast

Auf dem Höhepunkt der Festwoche erwartet die Gemeinde an diesem Sonntag hoher Besuch: Denn der Potsdamer Propst Arnd Franke sowie Georg Bergner, Propst in Schwerin haben Pfarrer Martin Walz ihre Unterstützung als Konzelebranten zugesagt. Ein großes Orchester mit Streichern und Bläsern sowie der Kirchenchor sorgen mit reichlich Musik von Bach für musikalischen Hochgenuss auf der Messe.

Ein gemeinsames Mittagessen vor der Eucharistie-Feier und ein anschließendes Beisammensein mit Kaffee und Kuchen runden den Festtag ab. Das gemeinsame Essen hat laut Andreas Handy aus dem Kirchenvorstand auch symbolischen Charakter. Denn es erinnere an das Mahl Jesu mit seinen Jüngern.

Etwa 200 Menschen werden an diesem Sonntag erwartet – noch einmal mehr als die vielen Besucher unter der Woche. Schließlich gehören schon jetzt Katholiken aus Waren, Röbel, Malchow und Umgebung der zurzeit etwa 1800-köpfigen Kirchengemeinde an.

Gegründet wurde die riesige Kirchengemeinde im Mai 1908. Der Zusammenschluss der Katholiken der Müritzregion war erst so spät möglich, weil bis zum Ende des 19. Jahrhunderts keine Religionsfreiheit herrschte. Schon zu ihrer Gründungszeit zählte diese Kirchengemeinde zu den flächenmäßig größten Norddeutschlands.

Eine Lücke klafft in der Gefängnisseelsorge

Angesichts der großen Herausforderungen der Zukunft wird der Franziskanermönch Bruder Martin Walz nach eigenen Angaben voraussichtlich nicht die Nachfolge von Bruder Gabriel Zörnig in der Gefängnisseelsorge in Neustrelitz und weiteren Städten des Nordostens antreten. Nach dem Weggang von Zörnig ist in der Seelsorge eine große Lücke aufgeklafft.

Martin Walz hat nach eigener Aussage bereits viele Jahre als Seelsorger in den Gefängnissen gearbeitet. Er bleibe nun Pfarrer in Waren. Eine doppelte Beschäftigung wäre angesichts der vielen Aufgaben nicht handhabbar. Die freie Stelle habe das Bistum bereits ausgeschrieben.

Das Festhochamt startet am Sonntag, den 16. September um 14 Uhr in der Kirche Heilig Kreuz in der Goethestraße 8 Waren. Zuvor gibt es noch ein gemeinsames Mittagessen um 12 Uhr. Bereits am Samstag wird der Tag des Gebets mit der Eröffnung um 16 Uhr und einer Schlussandacht um 19 Uhr gefeiert.