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Kritik am Gemeinderat

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Klinker Bürger gründen neue Initiative

Jana Böckmann ist Vorsitzende der neu gegründeten Initiative "Unabhängige Bürger der Gemeinde Klink", kurz UBK.
Jana Böckmann ist Vorsitzende der neu gegründeten Initiative „Unabhängige Bürger der Gemeinde Klink”, kurz UBK.
Petra Konermann

In der Tourismusgemeinde Klink bewegt sich zu wenig. Das zumindest sagen Bürger, die sich jetzt zu einer neuen Initiative zusammengeschlossen haben. Sie arbeiten schon auf die Kommunalwahlen im Mai 2019 hin.

Für ihre Gemeindevertretung und deren Arbeit fanden die Klinker Bürger am Mittwochabend in der Gaststätte „Strandläufer” ziemlich harte Worte: Schlechte Vermarktung der Tourismus-Gemeinde Klink, wenig Transparenz bei der Verwendung der zweckgebundenen Kurabgabe, fehlende Bürgernähe, mangelnde Sauberkeit in den Ortsteilen, Vernachlässigung dieser Ortsteile, fehlende Unterstützung der Unternehmer vor Ort, eine ungeliebte, aber längst geplante Ortsumgehung, die die Mehrheit der Bürger ablehnen würde, Unzufriedenheit mit der Arbeit des Amtes Seenlandschaft.

Es kam eine pralle „Themensammlung” zusammen, die den Klinker Bürgern offenbar auf den Nägeln brennt, zumindest den rund 30, die der Einladung zu einem Treffen mit den Mitgliedern der neu gegründeten Bürgerinitiative „Unabhängige Bürger der Gemeinde Klink”, kurz UBK, gefolgt waren.

Die UBK-Mitglieder hatten auf genau so eine Themensammlung gehofft. Denn die Initiative will mit eigenen Kandidaten zur Kommunalwahl im Mai 2019 antreten und möchte dafür neue Wege beschreiten, sagte Jana Böckmann, die zur UBK-Vorsitzenden gewählt wurde. Die UBK-Mitglieder wollen nun ein detailliertes Wahlprogramm für ihre Gemeinde ausarbeiten, das ihnen zur Kommunalwahl 2019 viele Stimmen bringen soll. Die UBK gibt sich schon jetzt selbstbewusst: Die Initiative will auch einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten ins Wahl-„Rennen” schicken.

Klinks Bürgermeister Eckhard Knust (CDU), seit rund drei Jahren Gemeindeoberhaupt, weist Kritikpunkte zurück: „Die eingenommene Kurtaxe wird nicht zweckentfremdet verwendet, sondern für die touristische Infrastruktur eingesetzt.” Er wies darauf hin, das sich in der Gemeinde sehr wohl etwas bewege: Für 2019 sei ein neues Baugebiet geplant, ein Anbau der Kita ebenfalls in Planung. Dass in Klink zugegebenermaßen Stagnation eingetreten ist, so Knust, sei aus seiner Sicht der „Schlafmützigkeit” der Jahre zuvor geschuldet. „Dinge auf den Weg zu bringen erfordert viel Zeit”, machte der Klinker Bürgermeister deutlich.