NEUES MUSEUMSKONZEPT

Kloster-Kuratorium für Malchow geht an den Start

Das Kloster Malchow gehört zu den schönsten und am vollständigsten erhaltenen Klosteranlagen in MV. Bislang hat die Inselstadt mit diesem Pfund nicht allzu sehr gewuchert. Das soll sich nun ändern.
Sigrid Keler (links), ehemalige Finanzministerin von Mecklenburg-Vorpommern, lauscht genauso wie Museumsberater Dr. Wolf Karge
Sigrid Keler (links), ehemalige Finanzministerin von Mecklenburg-Vorpommern, lauscht genauso wie Museumsberater Dr. Wolf Karge (rechts) dem Bauhistoriker Holger Reimers (Mitte) während einer Führung übers Klostergelände. Petra Konermann
Andrea Perlick, Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse, übergab an Malchows Bürgermeister René Putzar
Andrea Perlick, Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse, übergab an Malchows Bürgermeister René Putzar den Fördermittelbescheid über eine fünfstellige Summe, mit der die Arbeit des Kustos für das Kloster Malchow ein Jahr lang bezahlt werden kann. Petra Konermann
Malchow.

Es ist eine Mammut-Aufgabe: Die Malchower Kloster-Anlage soll in den kommenden Jahren weiter saniert werden, das Museum, das sich bereits in der Anlage befindet, soll erweitert und auf neue Füße gestellt werden. Das Museum im Kloster, das Heimatmuseum „Kiek in un wunner di“, das Museum regionaler Künstler und das Orgelmuseum sollen in den nächsten Jahren zusammengeführt werden.

„Das Kloster ist ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Stadt“, erklärte Bürgermeister René Putzar (parteilos). „Wir wollen es weiter entwickeln, das will die Kommunalpolitik, das wünschen sich die Bürger. Die bauliche Seite ist wichtig, aber, und hier kommen wir als Stadt an unsere Grenzen, mindestens ebenso wichtig ist die inhaltlich neue Ausrichtung der Museumsanlage.“

Kustos-Stelle wird demnächst ausgeschrieben

Bereits vor einiger Zeit hatte die Stadt daher zwei Kuratoren damit beauftragt, ein neues Museumskonzept zu erstellen – eines, das einerseits die jahrhundertelange und für Malchow prägende Geschichte des Klosters und seiner Bewohnerinnen aufleben lässt, das aber auch andere Aspekte der Malchower Stadtgeschichte mit einbezieht. Noch ist das Konzept nicht komplett fertig, klar ist aber schon jetzt, dass es nicht in der Schublade verschwinden, sondern umgesetzt werden soll – von einem Fachmann, dessen Aufgabe es auch sein soll, eine Sammlung zur Klostergeschichte aufzubauen. Die Ausschreibung dieser Kustos-Stelle ist in der Vorbereitung und soll demnächst erfolgen. Schon im nächsten Jahr, so Bürgermeister Putzar, könnte der Kustos oder die Kustorin die Arbeit aufnehmen.

Die Finanzierung dieser Stelle ist schon jetzt gesichert: Die Ostdeutsche Sparkassen-Stiftung stellt eine fünfstellige Summe zur Verfügung, damit die Stelle des Wissenschaftlers bzw. der Wissenschaftlerin für ein Jahr gesichert ist. Andrea Perlick, Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse übergab am Montag die Stiftungsgelder.

Ex-Finanzministerin und Wissenschaftler im Kuratorium

Zum ersten Mal traf sich aus diesem Anlass am Montag auch das neu gegründete Kuratorium. Dessen Aufgabe soll es sein, die Umsetzung des neuen Museumskonzeptes zu unterstützen, zu begleiten, zu befördern und zu kontrollieren. Auch dabei setzt die Stadt Malchow auf Fachleute. Mitglieder im Kuratorium sind Sigrid Keler, von 1996 bis 2008 Finanzministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Dr.  Kathrin Müller, Vorsitzende des Museumsverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Dr.  Michael Lissok, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Uni Greifswald, Andrea Perlick von der Müritz-Sparkasse sowie Malchows Bürgermeister.

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