VERKEHRSSICHERHEIT

Krasser Heckenschnitt ärgert Anwohner

Der Blick aufs Grün kann entspannen. In der Straße Am Pappelgrund in Waren ist die Aussicht auf die Natur derzeit allerdings nicht mehr voll gewährleistet.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Die Hecken wurden bis auf den Strunk zurück geschnitten, so dass man den häßlichen Zaun sieht.
Die Hecken wurden bis auf den Strunk zurück geschnitten, so dass man den häßlichen Zaun sieht. Nadine Schuldt
Torsten Martens von der gleichnamigen Landschaftsgestaltungsfirma zeigt, bis wo die Hecke zurück geschnitten sein muss.
Torsten Martens von der gleichnamigen Landschaftsgestaltungsfirma zeigt, bis wo die Hecke zurück geschnitten sein muss. Nadine Schuldt
Mechthild und Klaus-Peter Lücking sind über den krassen Heckenschnitt entsetzt.
Mechthild und Klaus-Peter Lücking sind über den krassen Heckenschnitt entsetzt. Nadine Schuldt
Waren.

Mechthild Lücking ist verärgert. Gegenüber ihrem Grundstück wurde die Hecke so weit herunter geschnitten, dass sie auf die Abzäunung zum Müritzstadion-Gelände blickt. „Das ist kein schöner Anblick und auch keine gute Lebensqualität“, sagte die 66-Jährige. Als sie sah, wie die Heckensträucher durch ein Landschaftspflege-Unternehmen runtergeschnitten wurden, habe sie sofort die Stadt verständigt.

Aus gutem Grund: Nachihren Recherchen dürfe man laut Bundesnaturschutzgesetz keinen Grünschnitt an Hecken in der Zeit vom 1. März bis Ende September vornehmen. Darüber hinaus müsse man die Hecke auch nicht gleich „auf Stock“ setzen, also bis auf den Stumpf runterschneiden, findet Mechthild Lücking.

Sträucher ragten in die Straße hinein

Ihr Einspruch hatte aber wenig Erfolg. Eine Vertreterin aus dem Umweltbereich der Stadt fuhr sofort zu Lückings im Pappelgrund. Allerdings änderte sie an der verfahrenen Situation nichts. Warens Stadtsprecherin Stefanie Schabbel wies daraufhin, dass der Rückschnitt der Hecke sein müsse. „Es gilt die Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht“, sagte Schabbel.

Überhängende Sträucher müssen zurück geschnitten werden – wie bei der Straße Am Pappelgrund. Dort ragten die Sträucher schon mächtig in die Trasse hinein, die lange Zeit nicht geschnitten worden waren. „Die Pflanzen müssen in einer 30er-Zone ab dem Bordstein noch einen Abstand von mindestens 30 Zentimeter haben“, sagt sie mit Blick auf den Straßenrand. Schabbel geht auch auf das Bundesnaturschutzgesetz ein. Demzufolge können laut Paragraf 39 des Gesetzes Pflegeschnitte ganzjährig ausgeführt werden.

Mit etwas Glück und gutem Wetter könnte der Zaun-Anblick eventuell noch in diesem Jahr halbwegs verschwunden sein. „Bei sommerlicher Hitze treiben Bäume und Büsche noch einmal mehr aus“, sagte Stefanie Schabbel.

 

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