WER KANN HELFEN?

Krebskranke Frau hat nur noch einen Wunsch

Seit 2016 kämpft eine Röbelerin gegen Krebs. Erst in der Brust, nun hat sich die Krankheit in Lunge und Leber festgesetzt. Einen letzten Wunsch hat die 53-Jährige nach mehr als 60 Chemobehandlungen noch, doch dafür gibt es kaum Hoffnung.
Stets an der Seite der krebskranken Beate Lorbeer: Ihr Ehemann Nico. Er ist momentan die größte Stütze in ihrem Alltag.
Stets an der Seite der krebskranken Beate Lorbeer: Ihr Ehemann Nico. Er ist momentan die größte Stütze in ihrem Alltag. Susann Salzmann
Röbel.

Die Figur dürr, der Gang gebeugt, das Gesicht von der schweren Zeit der letzten Jahre und Monate gezeichnet. Beate Lorbeer hat mit ihren 53 Jahren bereits ein schweres Schicksal zu tragen. Die Röbelerin kämpft seit 2016 gegen den Krebs. Mehr als 60 Chemobehandlungen liegen schon hinter ihr. Mehrere kurze und lange Aufenthalte machten das Krankenhaus zu ihrem zweiten Zuhause.

Schien es noch vor mehreren Monaten so, dass sie den Brustkrebs besiegt hatte, machte ihr der Arzt im Dezember des vergangenen Jahres eine erschütternde Mitteilung. Der Krebs hat ihren Körper immer noch im Besitz und sogar schon gestreut. In Lunge und Leber seien die Metastasen feststellbar, erzählt Nico Lorbeer, während seine Frau in Schockstarre über diese Diagnose neben ihm sitzt.

Das Geld für die Reise fehlt

Einen Grund zum Kämpfen hätte sie noch, wenn es ihre Kraft denn zuließe: Das Bestreben, ihren Sohn wiederzusehen. Der wohnt im saarländischen Neunkirchen, etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Saarbrücken entfernt. Doch der Weg zueinander scheint derzeit aus beiden Richtungen nicht möglich zu sein.

Da die Krebszellen bereits schon beide Lungenflügel befallen hätten, bekommt Beate Lorbeer des öfteren Atemnot. Eine Asthmaerkrankung verschlimmere die Situation noch. Mit dem Auto mal eben die rund 800 Kilometer ins Saarland fahren, sei nicht drin. „Wir sind leider nicht mobil und das Geld für eine zwölfstündige Reise mit Bus und Bahn können wir nicht aufbringen“, sagt Nico Lorbeer. Er und seine Frau senken den Blick. Auch mit einem sehr günstigen Ticket würde man immer noch über 100 Euro für eine Fahrt pro Person bezahlen. Das Paar würde hin und zurück etwa 400 Euro benötigen.

Die Zeit verrinnt mit Siebenmeilenstiefeln

Derzeit, ohne Unterstützung, sei die Reise aussichtslos. Eine Situation, die der 53-Jährigen noch mehr Melancholie ins Leben bringt. „Ich will ihn nur noch mal sehen; er ist doch mein Sohn“, äußert sie leise ihren sehnlichsten Wunsch. Beate Lorbeer, Mutter von zwei Söhnen, musste bereits den Tod des Ältesten – ebenfalls an Krebs – verkraften. Nun sei der Jüngere mit seinen 25 Jahren ebenfalls krank. Vor sechs Jahren habe sie ihn zuletzt gesehen.

Die verbleibende Zeit für Lorbeers letzten Wunsch scheint mit Siebenmeilenstiefel zu verrinnen. Vielleicht, fragt Nico Lorbeer, gebe es Menschen, die helfen könnten. Er weiß um die Vorurteile, die mit seiner Bitte aufkommen könnten. „Es geht hier aber nicht darum, dass sich jemand bereichert“, beteuert er. Wer dem Paar helfen möchte, kann sich gern bei Nico Lorbeer unter der Telefonnummer 0152 38610461 melden.

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