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Krebskranke Frau nahm ihren Sohn wieder in die Arme

Rund 800 Kilometer lebt der einzig verbleibende Sohn der krebskranken Röbelerin entfernt. Jetzt hat sie ihn besucht, nachdem sie sich jahrelang nicht mehr gesehen hatten.
Beate Lorbeer im Glück: Sie verbringt mit ihrem Sohn Kai und dessen Freundin einige Tage in ihrer alten Heimat.
Beate Lorbeer im Glück: Sie verbringt mit ihrem Sohn Kai und dessen Freundin einige Tage in ihrer alten Heimat. Nico Lorbeer
Röbel.

Gefühle im Überschwang und Tränen im Überfluss: Die krebskranke Beate Lorbeer konnte nach sechs Jahren ihren Sohn wieder in die Arme schließen. Damit ist der sehnlichste und wohl auch letzte große Wunsch der Wahl-Röbelerin in Erfüllung gegangen. Die tristen Wolken am gedanklichen Horizont schienen wie weggeblasen. Erleichterung und Glücksgefühle machten sich bei der Mutter breit.

Rund 800 Kilometer wohnen die gebürtige Saarländerin und ihr Sohn getrennt voneinander. Sechs Jahre haben beide sich nicht anfassen und umarmen können. Nicht nur fehlende finanzielle Mittel, sondern auch Erkrankungen der beiden machten diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung.

Wegen Krämpfen eine Woche früher gefahren

Mit dem Wünschewagen des ASB ging die Fahrt nun am Mittwoch nach Neunkirchen unweit der saarländischen Hauptstadt Saarbrücken. Dort wuchs die mehrfach an Krebs erkrankte Frau auf. Seit der Diagnose im Dezember 2018, dass sich bösartige Krebszellen in Lunge und Leber verbreiteten, steht fest, dass die Zeit gegen sie arbeitet. Ihre körperliche Verfassung wird sich verschlechtern.

Verstärkt hatten Krämpfe dazu geführt, dass das Ehepaar die große Reise eine Woche früher als geplant aufnehmen konnte. Als der letzte Wunsch Beate Lorbeers öffentlich wurde, gab es eine überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft. Mehr als 1000 Euro wurden für ihre Reise gespendet.

Am Freitag wieder nach Hause

Dass Beate Lorbeer Neunkirchen vermutlich ein letztes Mal wieder sieht, habe einen immens großen immateriellen Wert für sie. Denn hier zog sie ihre zwei Söhne auf, von denen einer vor einigen Jahren bereits an Krebs verstorben ist. Nun ist Kai Becker, ihr 25-jähriger Sohn, das einzige Familienmitglied, das sie noch hat.

Vor sechs Jahren verließ Beate Lorbeer Neunkirchen, um zu ihrem Ehemann – dem 35-jährigen Nico Lorbeer – nach Röbel zu ziehen. Am Freitag werden die Eheleute nach gemeinsamen Stunden, Spaziergängen und Erinnerungsabenden wieder die Heimreise antreten.

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Kommentare (1)

Muss man, damit in der Öffentlichkeit gehen ?.