Aktion "Kunst Offen"

:

Künstlerin aus Alt Schönau hält Pfingsten ihre Türen offen

Gertraud Wendlandt beteiligt sich an landesweiter Aktion.

Die Aktion „"Kunst Offen“" geht nicht spurlos am Müritzkreis vorüber. Die Alt-Schönauer Bildhauerin Gertraud Wendlandt wird sich erstmalig an dieser Aktion des Tourismusverbandes Mecklenburgische Schweiz beteiligen. Es sei einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass sie derzeit eine Ausstellung auf der Burg Klempenow habe und von den Organisatoren angesprochen wurde, mitzumachen, sagte sie. Ihre künstlerische Herausforderung hat Gertraud Wendlandt im Beton gefunden. „Sicher ist es auch ein Stück weit dem Mangel an Materialien zu DDR-Zeiten geschuldet, dass ich gerade diesen Stoff auserwählt habe“, sagte sie im Gespräch mit dem Nordkurier.

Es sei nicht einfach nur eine graue Masse

Daraus einen völlig neuen Gegenstand entstehen zu lassen sei schon eine künstlerische Herausforderung. Doch auch Plastiken aus Sandstein, Bronze und Terrakotta sind bei der Künstlerin zu finden. Vornehmlich sind es Frauen, die in verschiedenen Posen dargestellt werden. „Ich kann durch die Darstellung von Frauen den von mir gewünschten Ausdruck besser entstehen lassen“, beantwortete die Künstlerin die Frage, warum es vorwiegend Frauen-Darstellungen sind. Auf gar keinen Fall wolle sie die Natur nachbilden. „Die ist von sich aus schön, es wäre vermessen und wenig künstlerisch, sie zu kopieren“, meinte sie. Kunst sei schließlich auch ein Geheimnis, etwas Unerklärbares, dass letztlich durch den Betrachter entdeckt werde. Leider stelle sie gerade in den letzten Jahren immer wieder fest, dass die Kunst in etwas Nebliges, Mystisches verhüllt wird.

„Da werden beispielsweise hochtrabende Erklärungen abgegeben, die letztlich nur die Leute verunsichern“, ärgert sich die Bildhauerin. Etwa drei bis vier Monate braucht sie, um eine Plastik fertig zu stellen. „Es ist aber nicht so, dass ich Tag und Nacht daran arbeite, solche Dinge müssen reifen“, erklärte sie. Es sei immer wieder eine Auseinandersetzung mit der Idee und deren Umsetzung. „Im Kopf ist völlig klar, wie das Werk später aussehen soll, dies aber auch so zu realisieren, dass der Betrachter versteht, ist eine große Anstrengung“, so Gertraud Wendlandt. Das gesamte Pfingstwochenende können Interessierte Gertraud Wendlandt über die Schulter schauen, die verschiedenen Techniken kennen lernen und sich auf ein Gespräch mit der Künstlerin einlassen. Zu finden ist sie in Alt Schönau in der Dorfstraße 37.