MASKEN-VERSTOß

Landkreis prüft Bußgelder gegen Warener Stadt-Politiker

Weil Stadtpräsident Rüdiger Prehn den Anwesenden freistellte, ihre Masken abzunehmen, droht den Stadt-Politikern von Waren nun jede Menge Ärger. Und das bei einer damals beeindruckenden Inzidenz.
dpa
Die Inzidenz lag bei 4,2. Da stellte es der Stadtpräsident den Warener Stadtvertretern frei, ihre Masken abzulegen.
Die Inzidenz lag bei 4,2. Da stellte es der Stadtpräsident den Warener Stadtvertretern frei, ihre Masken abzulegen. Susann Salzmann
Waren ·

Wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht in ihrer jüngsten Stadtvertretersitzung drohen einer Reihe von Kommunalpolitikern in Waren an der Müritz jetzt womöglich Bußgelder. „Wir prüfen, inwieweit bei der Sitzung am 17. März gegen die betreffende Landesverordnung verstoßen wurde”, sagte eine Sprecherin des Kreises am Donnerstag in Neubrandenburg.

Wocheninzidenz lag bei 4,75

Bei der Sitzung hatte es der Präsident der Stadtvertretung, Rüdiger Prehn (Linke), mit Blick auf niedrige Inzidenzzahlen Anwesenden und Stadtvertretern freigestellt, am Platz den Mund-Nasen-Schutz abzulegen. Nicht alle, aber das Gros der etwa 35 bis 40 Anwesenden folgte dem. In der Stadt lag die Wocheninzidenz bei 4,75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In dieser Woche lag die Inzidenz bei 61,7.

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Im Nachhinein räumte Prehn die Fehlinterpretation seinerseits ein und entschuldigte sich. Auch Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) erklärte inzwischen, dass die Aufforderung falsch war. Dies sei aber auch der Verwaltung zu spät aufgefallen. Die Sitze standen 1,5 Meter auseinander, auf dem Weg zum Rednerpult hätten die Abgeordneten ihre Masken getragen. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht kann laut Verordnung ein Bußgeld zwischen 50 und 150 Euro verhängt werden.

Höhe des Bußgelds noch unklar

Laut Kreissprecherin wird auch die Höhe geprüft und inwieweit eine Unterscheidung zwischen den Abgeordneten und Prehn als Präsidenten der Stadtvertretung vorgenommen wird. Hintergrund des Ganzen war, dass die Sitzung am 17. März sehr lange dauern sollte. Sie wurde um 22.15 Uhr abgebrochen und sollte am 25. März abends fortgesetzt werden.

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Kommentare (1)

Der Trend geht zum Null Covid, wird nur nicht öffentlich kommuniziert. Wie die Zukunft Europas aussehen soll, wenn Inzidenzen unter 30 oder unter 10 sind, ich bin gespannt. So weit in die Zukunft muss man nicht schauen. Die Badesaison am heimatlichen Strand fünf Kilometer weiter ist in Gefahr. Dem Wahnsinn wird seit einem Jahr so richtig Zucker gegeben. Entscheiden, wo es lang geht, können nur die Bürger mit ihren Reaktionen zu politischen Entscheidungen. Jetzt im April gedenken wir erst mal all den Verstorbenen der letzten 12 Monate. Oh, hab mich vertan. Wir gedenken lediglich der Verstorbenen, die mit, an oder vielleicht Corona-Virus starben. Wir tun so, als ob Tod durch Virus oder Krankheit eine schreckliche Heimsuchung sei.