ALARM FüR RUND 40 KAMERADEN

Landwirte sind für Wehren große Hilfe bei Waldbrand

Waldbrand-Alarm am Rande des Müritz-Nationalparks: Rund 40 Kameraden bekämpften Flammen und Glutnester. Die Löschwasserbeschaffung war nicht einfach.
Nadine Schuldt und Susann Salzmann Nadine Schuldt und Susann Salzmann
Die Krümmeler Wehr kommt aus dem betroffenen Waldstück, um Wassernachschub zu holen.
Die Krümmeler Wehr kommt aus dem betroffenen Waldstück, um Wassernachschub zu holen. Nadine Schuldt
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Rechlin.

Zwei aufmerksame Bootsführer auf der Müritz lösten am Donnerstagabend Waldbrandalarm aus. Sie hatten laut Polizei gegen 17.30 Uhr zwei große Rauchsäulen gesichtet. Die Einsatzkräfte stellten dann fest, dass am Rand des Müritz-Nationalparkes bei Rechlin in der Nähe der Kreisstraße MSE 18 zwischen dem Abzweig zum Hafendorf Claassee und der Müritz etwa ein Hektar Wald sowie Grünland brannte. Im Einsatz waren Wehren aus Rechlin, Lärz, Krümmel und Schwarz, so die Polizei.

Laut Bodo Burk, Amtswehrführer im Amt Malchow, waren 40 Kameraden im Einsatz. Zudem halfen zwei Landwirte. Sie stellten zwei Wasserwagen mit einem Fassungsvermögen von je 12 000 Litern zur Verfügung. Ohne diese Unterstützung wären die Wehren aufgeschmissen, so Burk. Denn die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da die Kameraden immer wieder neues Löschwasser heranbringen mussten.

Zwischenzeitlich hatte sich der Brand nach Polizeiangaben auf eine Fläche von etwa drei bis vier Hektar ausgedehnt. Gegen 19.15 Uhr teilte Einsatzleiter der Feuerwehr aber mit, dass der Brand gelöscht sei. Durch die Kameraden wurden dann noch vorhandene Glutnester bekämpft.

Der zuständige Förster von der vom Bundesforst verschaffte sich am selben Abend einen Überblick über die Situation. Er schätzte, dass es zwischen 30 und 40 Glutnester gab, die durch die Feuerwehren abgelöscht werden mussten. Befürchtet wurde außerdem, dass das Feuer beispielsweise aus einem Pappelwäldchen durch brennende Kleinteile und Wind weitergetragen werden könnte. Wäre der Brand in einem anderen Gebiet des Müritz-Nationalparks ausgebrochen, hätte durchaus die Gefahr bestanden, dass Kampfmittel in munitionsverseuchten Gebieten hätten detonieren können. In diesem Teil allerdings sah der Forstmann diese Gefahr nicht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob es sich um Brandstiftung oder um Selbstentzündung handelt, ist bisher offen.

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