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Liberale verlangen Sperrbezirk für Waren

Um gegen sogenannte Wohnungsprostitution vorzugehen, fehlt es in Waren bislang an rechtlichen Möglichkeiten. Die FDP will jetzt eine schaffen.

Die Warener Stadtvertretung soll sich mit dem Problem der illegalen Prostitution beschäftigen.
Patrick Seeger Die Warener Stadtvertretung soll sich mit dem Problem der illegalen Prostitution beschäftigen.

22 Jahre nach dem Beschluss der Warener Stadtvertretung, in ihrer Kommune keine gewerbliche betriebliche Prostitution zuzulassen, muss sich das städtische Parlament in der Müritzstadt am Mittwoch erneut mit dem Problem herumschlagen. Anlass dafür ist ein Antrag des FDP-Abgeordneten Toralf Schnur, der den Bürgermeister beauftragen möchte, nach Möglichkeiten zu suchen, der offenkundigen illegalen Prostitution in dem Heilbad entgegen zu wirken.

Vorsorglich solle im Rathaus auch nach geeigneten Standorten Ausschau gehalten werden, wo legale Prostitution ausgeübt werden könnte. Allerdings  - jetzt kann der Stadt, sollte dem Antrag der FDP stattgegeben werden, auf die Füße fallen, das man seinerzeit versäumt hat, beim Innenministerium in Schwerin eine Sperrbezirksverordnung zu beantragen. Die könnte festlegen, dass innerhalb der Altstadt oder in besonderer Nähe zu Kinder- und Jugendeinrichtungen jegliche Form der Prostitution verboten ist.