Margaret Mbithe (l.) und Mary Aänel stammen aus Afrika und stehen mit traditioneller Kleidung und Schmuck in ihrem Foodtr
Margaret Mbithe (l.) und Mary Aänel stammen aus Afrika und stehen mit traditioneller Kleidung und Schmuck in ihrem Foodtruck. Fotos: Miriam Brümmer Miriam Brümmer
Christian Büscher und Kai Richter sind die Spezialisten am großen Grill. Hier entstehen saftiges Pulled Pork und le
Christian Büscher und Kai Richter sind die Spezialisten am großen Grill. Hier entstehen saftiges Pulled Pork und leckere Spareribs.
Das Festgelände in Röbel.
Das Festgelände in Röbel. Miriam Brümmer
Streetfood-Festival

Lust auf Pulled Pork, Western Hotdogs und Krokodil-Gulasch

Weniger Besucher, aber gute Stimmung auf dem Röbeler Festplatz zum Streetfood Festival in Röbel. Drei Tage lang konnte eine kulinarische Weltreise unternommen werden.
Waren

Nachdem das Streetfood Festival bereits in Waren haltgemacht hatte, haben am Wochenende die Besucher in Röbel eine dreitägige kulinarische Reise mit frisch zubereiteten Speisen aus aller Welt in Röbel erleben können. Ob nun das amerikanische Pulled Pork, also bei niedriger Temperatur auf dem Grill gegartes und gerupftes Schweinefleisch, der Western Hotdog, das inoffizielle Nationalgericht Großbritanniens „Fish & Chips“ oder afrikanisches Krokodil-Gulasch das Rennen bei den Besuchern machte, entschied die Experimentierfreude jedes Einzelnen.

Der Geschmack von Krokodil soll übrigens ein wenig an Hühnchen erinnern. Die Reptilien werden extra zum Verzehr in Krokodilfarmen in Kenia gezüchtet. Das erzählte Mary Aänel. Sie betreibt mit Margaret Mbithe ihren Food Truck. Beide stammen aus Kenia und leben seit 20 Jahren in Deutschland.

Viele Urlauber auf dem Festplatz

Bei den Kindern war Drachenrauch – in Stickstoff gekühlte Maisbällchen – der Renner, weil die Süßspeise auch beim Verzehr wie Drachenrauch aus Mund und Nase dampfte. Wer es traditionell mochte, hatte unter anderem die Wahl zwischen Eis, hergestellt aus Früchten oder ungarischem Vanilleeis im Baumstriezel. Das wohl bekannteste Gebäck der traditionellen ungarischen Küche wird aus Hefeteig gebacken und in Zucker gewälzt und wurde mit oder ohne Füllung angeboten.

Für die Lütten gab es auch noch einige Spielangebote. Da stand Kinderschminken hoch im Kurs, während sich die Erwachsenen hauptsächlich für Speis, Trank und Musik interessierten. Nach Aussage von Thomas Lehmann tummelten sich hauptsächlich Urlauber auf dem Röbeler Festplatz. Er ist der Veranstaltungsleiter und hätte sich für Freitag gerne mehr Gäste gewünscht. Schließlich stieg die Besucherzahl ab 18 Uhr dann doch noch an. „Da kamen die Leute vom Strand“, vermutete er. Immerhin seien über den ersten Tag verteilt 1000 Menschen auf das Festgelände gekommen – alle Corona konform über die Luca- oder die Corona-Warn-App registriert.

Maximal 1000 Leute auf dem Gelände

Nach den aktuellen Bestimmungen hätten sie die Erlaubnis gehabt, 2500 Menschen auf das Gelände zu lassen. „Das machen wir nicht“, teilte er dem Nordkurier mit. Bei maximal 1000 Leuten war Schluss, denn Sicherheit ginge vor.

Wer raus und später wieder rein wollte, bekam einen Stempel. Das nutzten einige, um am Samstagabend den Klängen der irischen Musiker Freddie Mccorkey und Adam Keating zu lauschen. Nach Aussage von Katrin Kaufmann, die gemeinsam mit Thomas Lehmann das Festival leitete, waren insgesamt nicht ganz so viele Menschen wie im letzten Jahr gekommen. Deswegen sei das Wochenende nicht schlechter, denn es sei zu spüren gewesen, dass die Besucher länger blieben.

Mit 18 verschiedenen Anbietern für süße und würzige Speisen aus Europa und der Welt lag das Augenmerk natürlich vor allem auf dem Essen statt wie vor drei Wochen beim Irish Folk auf der Musik. „Ich glaube schon, dass das was ist, was sich etabliert. Wir kommen gerne wieder“, sagte Katrin Kaufmann in Bezug auf das Street Food Festival. Was das Seefest anginge, wäre sie im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei, jedoch lieber wie in den Jahren zuvor eingebettet in das Röbeler Seefest mit Riesenrad, Karussell und allem, was dazugehört, statt als eigene Veranstaltung am Seefestwochenende.

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