:

Macht sich Warens Bürgermeister strafbar?

Verursacht Gesprächs- und Zündstoff: der umstrittene Poller am Kliffkantenweg in Waren.
Verursacht Gesprächs- und Zündstoff: der umstrittene Poller am Kliffkantenweg in Waren.
Carina Göls

Nötigung und Erpressung? Warens Stadtvertreter Toralf Schnur schaltet in der Auseinandersetzung um den umstrittenen Poller am Kliffkantenweg den Landrat ein. Und hinterfragt die Rolle von Warens Bürgermeister.

Heiko Kärger erhält am Montag Post von der Müritz. Darin fragt Toralf Schnur (FDP) bei Heiko Kärger nach, ob die Aufstellung des Pollers durch die Stadt Waren und deren Bürgermeister Norbert Möller keiner Genehmigung bedurft habe. Schnur bittet den Landrat, „den unverzüglichen Rückbau des Pollers zu verfügen, um sicherzustellen, dass Gefahren für Leib und Leben auszuschließen sind“. Damit nicht genug – Schnur hat eine weitere Bitte: Der Landrat solle prüfen, ob mit der Errichtung des Pollers ein „strafbares Handeln des Bürgermeisters der Stadt Waren vorliegt“. Schnur spricht vom Versuch der Nötigung und Erpressung. Der kontrovers diskutierte Poller ist seit Monaten Gegenstand eines Streits zwischen einem Anliegerehepaar und der Stadt Waren. In der vergangenen Woche hatte die Stadtvertretung den Bürgermeister aufgefordert, zum Beilegen des Streits ein Gespräch mit den Grundstücksbesitzern zu führen.