EINEN MONAT LANG

Malchower hissen Regenbogen-Flagge für Toleranz

Für mindestens vier Wochen weht in der Inselstadt nun die Regenbogen-Flagge als Symbol für Toleranz und Gleichberechtigung.
Am Stadthafen von Malchow wurde die Regenbogen-Flagge als Zeichen für eine vielfältige Gesellschaft mit Fokus auf de
Am Stadthafen von Malchow wurde die Regenbogen-Flagge als Zeichen für eine vielfältige Gesellschaft mit Fokus auf dem Respekt vor dem Anderssein gehisst. Susann Salzmann
Malchow.

Das, was Mirko Henschler und Elke-Annette Schmidt (Linke) ansprechen, wirkt unglaublich. Beinahe wie eine Anekdote aus dem vorigen Jahrhundert. „Ein Homosexueller darf in Deutschland nicht einfach Blut spenden“, sagt Schmidt. Männer, die gleichgeschlechtlich lieben, müssen, um anderen mit seinem Blut helfen zu können, eine fragwürdige Voraussetzung erfüllen: „Sie müssen erst nachweisen, dass sie ein Jahr keinen Sex hatten“, ergänzt Henschler.

Eine Forderung, die Mirko Henschler und rund ein Dutzend Mitstreiter für unverschämt, diskriminierend und als längst überholt empfinden. Gleichzeitig ist diese Haltung Deutschlands ein Grund mehr für ihn und andere, die Regenbogen-Flagge (auch ein Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung) am zentral liegenden Stadthafen zu hissen.

Bis Ende Juli

Mindestens vier Wochen ist das Symbol für Toleranz und gegen Diskriminierung zum vierten Mal nun zu sehen sein – also mindestens bis Ende Juli. Der Malchower Henschler lebt seit 2005 mit seinem Lebensgefährten zwischen Fleesensee und Malchower See. 2006 fand die gleichgeschlechtliche Hochzeit statt. Aus seiner Homosexualität habe er seitdem kein Geheimnis gemacht – daraus resultierend aber lediglich positive Reaktionen geerntet.

Zurück zur Blutspende: Noch bis 2017 war es für schwule Männer gänzlich ausgeschlossen, sich Lebenssaft abzapfen zu lassen. Offiziell wurde das mit deren „sexuellem Risikoverhalten“ begründet. Der Patientensicherheit wegen. Statistiken belegten, dass Schwule tatsächlich häufiger von HIV betroffen sind.

Los ging es 2015

Natürlich, meint Henschler, sei das Land in jüngster Zeit sehr viel liberaler geworden. Doch niemand sollte um „gleiche Rechte betteln müssen“, fordert er von Gesellschaft wie Politik gleichermaßen ein.

Im Jahr 2015 wurde die Fahne aufgrund einer fraktionsübergreifenden Entscheidung erstmals am Malchower Stadthafen gehisst. Möchte Malchow weiterhin Weltoffenheit zeigen, dann gehöre das Hissen der Regenbogen-Fahne dazu, meint Henschler. Der einstige Stadtvertreter setzt sich zusammen mit Unterstützern dafür ein, dass gleichgeschlechtliche Menschen genau wie etwa Transgender zu einem demokratischen Selbstverständnis dazugehören.

In den vergangenen anderthalb Jahren gab es laut Bürgermeister René Putzar (parteilos) übrigens fünf gleichgeschlechtliche Eheschließungen. Weitere homosexuelle Trauungen stünden in Malchow darüber hinaus noch an.

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Kommentare (5)

Toleranz ist also das neue Wort für intolernte Gleichmachung? Das haben wir ja bei der Ehe erlebt. Homosexuelle Paare können keine Nachkommen erschaffen. Diesen Fakt kann man ignorieren. Man könnte aber auch denken, dass die Verbindung zischen Mann und Frau aus der Kinder hervor gehen können schon technisch etwas anderes ist, als eine homosexuelle Verbindung, aus der eben keine Kinder hervor gehen könen. Wenn wir jetzt beides Ehe nennen und auch sonst jeden Unterschied abschleifen, haben wir übermorgen kein Land mehr, in dem wir gerne leben. Wenn dazu kommt, dass homosexuelle Paare statistisch eher auf das Erleben statt auf Familie ausgerichtet sind, könnte man erkennen, dass Familien die Schultern sind, die unseren Staat nach übermorgen tragen. Währen Familien Kinder erschaffen und großziehen, feiern homosexuelle Paare Parties. Der jetzt einsetzende Reflex, zu behaupten, Kinder könnten von homosexuellen Paaren ebenso gut erzogen werden, ist sinnlos. Denn natürlich können das homosexuelle Paare auch. Aber erstens machen sie es statistisch nicht so häufig, wie Familien und zweitens ist der Umstand, Kinder erschaffen zu können der wichtigere. Auch der Kunstgriff, ein Kind entstehen zu lassen, indem sich z.B. lesbische Paare von jemandem Schwängern lassen, erzeugt keine Familienbindung, sondern eher identitätsgestörte Jugendliche , die ihre leiblichen Eltern suchen werden. Aber o.k. . Duch solche Worte werde ich keine sachliche Debatte erreichen, sondern nur persönlichen Angriff gegen mich erleben. Der neue Faschismus firmiert jetzt unter weltoffen, tolerant und bunt! Da wird selbst bei Risikoabwägung noch Diskriminierung gebrült. Wie wäre es, die Schwulen würden weniger riskant leben, warten bis sich das statistisch niederschlägt und hätte so durch ihr Verhalten dafür gesorgt, dass sie nicht mehr als Risiko bei der Bluttransfusion gelten? Durch bunte Fahnen wird Homosexualität statistisch nicht kleiner in der Risikobewertung. Aber wen kümmert nocj die Realität, wenn kommunistische Gleichmacherei an der Tagesordnung ist! Ob eine Ente auch lieber Schwan genannt werden würde, weil sie sich sonst ausgegrenzt fühlt? Im Namen der Toleranz sollten wir alle Wasservögel als Schwäne bezeichnen! Vielleicht begreifen einige dann, wohin diese Gleichmacherei führen wird.

wird toleriert.

Obwohl es Quatsch ist. So geht Toleranz.

Wenn es nach Ihrer queren Logik ginge, müssten sich alle kinderlosen Paare (Mann+Frau) scheiden lassen.

Wo kommt denn dieser Vogel her?
Pseudointellektuelles Nazigewäsch.
Da hilft es auch nicht, wenn man sich Satiriker nennt.
Nee, durch so ein Geblubber wird man auch keine sachliche Debatte entfachen. Das wäre ja noch schöner.
Fangen Sie mal damit an, den Unterschied zwischen Gleichbehandlung und Gleichmacherei zu erörtern.
Mit kommunistischen Grüßen, ihr Linksfaschist Simsalabim

Es sind nicht nur Homosexuelle ausgeschlossen sondern auch Heterosexuelle, mit oft wechselnden Sexualpartnern.