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Malchower kämpfen weiter um Südbahn

Zwei Bahnstrecken in MV droht das Aus. Mininisterpräsidentin Manuela Schwesig wird deswegen bald Post aus Malchow bekommen. Und dabei soll es nicht bleiben.
Petra Konermann Petra Konermann
Schon lange währt der Kampf gegen das Aus für die Südbahn.
Schon lange währt der Kampf gegen das Aus für die Südbahn. Jens Büttner
Malchow.

Die Malchower Stadtvertreter stemmen sich gegen das drohende Aus der Bahntrassen zwischen Parchim und Malchow sowie zwischen Plau und Güstrow. Sie wollen das Strecken-Aus verhindern und wenden sich nun an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Die Stadtvertretung Malchow folgte auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig einem Antrag der Linken-Fraktion, die den Brief an Schwesig angeregt hatte.

Die Malchower wollen aber nicht nur einen Brief an die Ministerpräsidentin schreiben, sondern auch auf ein Gespräch mit ihr drängen. Obwohl der tägliche Bahnbetrieb zwischen Waren und Malchow nach wie vor gewährleistet ist, wollen sie das drohende Strecken-Aus in Richtung Parchim unbedingt verhindern. Denn mit der Stilllegung der Gleise wäre es unmöglich, das Ziel zu erreichen, das die Bürgerinitiative „Pro Schiene“ und viele Anrainer entlang der Strecke schon lange fordern: die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs ab Malchow bis nach Parchim.

Stadtvertreter wollen Strecke sogar ausbauen

Die Strecken zwischen Parchim und Malchow sowie zwischen Plau und Güstrow sind Teil der Mecklenburger Südbahn. Die Eigentümerin dieser Gleise, die Regio Infra GmbH & Co. KG im brandenburgischen Putlitz, hatte im April angekündigt, die Trassen wegen fehlender Grundfinanzierung über ein Stilllegungsverfahren aufgeben zu wollen. Der Landtag hatte einen Dringlichkeitsantrag der Linken zum Erhalt der Strecke abgeschmettert.

Aus Sicht der Malchower Stadtvertreter spricht indes vieles dafür, die Bahn nicht nur zu erhalten, sondern im Gegenteil auszubauen: Stärkung des Tourismus, Unterstützung der regionalen Wirtschaft und Erreichung der von der Bundesregierung ausgerufenen Klimaschutzziele.

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Kommentare (1)

Das ist doch eine klare Unfähigkeitsbescheinigung gegen den Verkehrsminister, der getreu seiner Chefin agiert..