SCHWERER KINDESMISSBRAUCH

Malchower Kinderschänder gesteht alle Taten

Der 34-jährige Malchower hat die Vergewaltigung der ein- und vierjährigen Töchter einer Frau aus Sachsen gestanden. Das Landgericht Dresden will nun weitere ehemalige Partnerinnen des Angeklagten vorladen.
Alexander Schneider Alexander Schneider
Andreas Segeth Andreas Segeth
Daniel P. hat alle Vorwürfe eingeräumt.
Daniel P. hat alle Vorwürfe eingeräumt.
Dresden.

Am Dienstagnachmittag hat Daniel P. mit nur einem Satz alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft eingeräumt. Der 34-Jährige aus Malchow muss sich derzeit vor dem Landgericht Dresden wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung der beiden Kinder seiner 31-jährigen Ex-Freundin aus Dresden verantworten. Am Dienstagvormittag war die Öffentlichkeit auf Antrag der mitangeklagten Mutter ausgeschlossen worden.

Laut Anklage haben sich Daniel P. und Christin I. spätestens im September 2018 auf der Dating-Plattform „Knuddels” kennengelernt. Innerhalb kürzester Zeit soll Daniel P. der Frau eine Heirat in Aussicht gestellt und sein sexuelles Interesse an den beiden ein und vier Jahre alten Töchtern der Mitangeklagten bekundet haben. Auf seinen Wunsch habe sie ihm kinderpornografische Fotos und Videos ihrer kleinen Tochter geschickt. Schon bei seinem ersten Besuch in Dresden habe Daniel P. die einjährige Tochter missbraucht.

Früheres Urteil noch nicht rechtskräftig

Im Oktober seien beide mit den Kindern nach Osteuropa gereist – um auszuwandern. Der Malchower habe der Familie ein neues Leben in Dubai versprochen. In Hotels und Pensionen in Ungarn und Rumänien soll er sich mehrfach an der Vierjährigen vergangen haben. Christin I. habe ihn dabei unterstützt, ihre Kinder auf den Missbrauch „vorbereitet” und nicht eingegriffen, als sie missbraucht wurden, heißt es in der Anklage.

Erst im September 2018 wurde er wegen Missbrauchs seiner eigenen Tochter zu einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Die Sache ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft dem 34-Jährigen darüber hinaus drei weitere Missbrauchsfälle vor. Im Frühjahr 2018 habe er ebenfalls über „Knuddels” eine Mutter in Chemnitz kennengelernt und soll bei einem Besuch deren siebenjährige Tochter missbracht haben, angeblich ohne Wissen der Mutter.

Sicherungsverwahrung beantragt

Trotz seines Geständnisses könnte die Beweisaufnahme noch länger dauern. Das Gericht will auch ehemalige Freundinnen von Daniel P. befragen, um ein klares Bild von seiner Persönlichkeit und seiner im Raum stehenden Pädophilie zu erlangen. Aufgrund seines Hangs zu derartigen Taten hat die Staatsanwaltschaft bereits die Sicherungsverwahrung für den Hauptangeklagten beantragt.

Im Falle seiner Schuld droht ihm nach der Verbüßung seiner Freiheitsstrafe eine weitere mehrjährige Unterbringung. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt in weiteren Fällen gegen P., weil er meist über „Knuddels” gezielt Kontakt zu Mütter von Kindern gesucht haben soll. Der Prozess wird am 17. Mai fortgesetzt.

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