:

Malchower müssen schon nach einem Jahr wieder mehr für Strom blechen

Gunthar Teichmann, Leiter der Malchower Stadtwerke
Gunthar Teichmann, Leiter der Malchower Stadtwerke
Petra Konermann

Es geht dem Ende des Jahres zu und wieder heißt es für Kunden der Malchower Stadtwerke die Zähne zusammenbeißen: Ab 2014 müssen sie mehr Geld für den "Saft" aus der Dose zahlen.

Die letzte Strompreis-Erhöhung ist erst knapp ein Jahr her, da steht den Malchowern eine neue ins Haus: Ab 1. Januar 2014 wird der Strompreis um 0,81 Cent (netto) je Kilowattstunde angehoben. Die Malchower Stadtvertreter haben einer entsprechenden Vorlage jetzt mehrheitlich zugestimmt. Ihr Votum ist nötig, weil die Stadtwerke Malchow eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Malchow ist. Der Strompreis klettert damit auf 23,61 Cent je Kilowattstunde (netto) bzw. 28,10 Cent je Kilowattstunde (brutto). Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden bedeutet das eine Brutto-Erhöhung von 24,10 Euro pro Jahr. Oder anders gerechnet: Etwa zwei Euro mehr im Monat.

Gunthar Teichmann, Leiter der Stadtwerke, erklärte, warum eine neuerliche Erhöhung nötig ist. Die Netzkosten und die EEG-Umlage, die zur Förderung von Erneuerbaren Energien verwendet wird, steigen auch 2014 - um rund 1,8 Cent je Kilowattstunde. Dieser Wert, auf den die Stadtwerker keinen Einfluss haben, müsse auf die Kunden umgelegt werden, macht Teichmann deutlich. Doch die günstigen Einkaufsmöglichkeiten der Stadtwerke sorgen dafür, dass die Preis-Schraube etwas geringer angezogen werden kann. Weil die Stadtwerke Malchow Mitglied in der Energie- und Einkaufshandelsgesellschaft mbH MV sind (EEHG), konnte der Strom um 20 Prozent billiger eingekauft werden. „Diesen Vorteil geben wir an unsere Stromkunden weiter, so dass die Erhöhung geringer ausfallen konnte“, erklärt Teichmann. Neben den Stadtwerken Malchow gehören auch Grevesmühlen, Waren, Teterow, Güstrow, Neubrandenburg, Torgelow und Pasewalk der EEHG an. Den Strom kauft die Gesellschaft bei Dong Energy ein. „Wir nutzen das Knowhow von Mitarbeitern aus verschiedenen Stadtwerken, um Strom günstiger zu bekommen. Und natürlich können wir in unserem Verbund mit großen Abnahme-Mengen anders mit den Stromlieferanten reden und finden mehr Gehör, als wir das als kleine Stadtwerke alleine könnten“, erklärt Teichmann.