Baustopp aufgehoben
Maremüritz-Investor und Warener Rathaus beseitigen Probleme

Der Weg entlang des Müritzufers soll weiter öffentlich zugänglich bleiben.
Der Weg entlang des Müritzufers soll weiter öffentlich zugänglich bleiben.
12.18. Investment Management GmbH

Die Bauarbeiten auf dem Maremüritz-Gelände gehen weiter. Denn zwischen Rathaus und Investor gab es kurzfristig ein Krisengespräch und nun wieder Harmonie.

Kaum waren dunkle Wolken über dem Yachtressort Maremüritz aufgezogen, strahlte auch schon wieder die Sonne. Die Warener Stadtverwaltung hat den kurzzeitig angeordneten Baustopp wieder aufgehoben. Denn nur einen Tag, nachdem Bürgermeister Nobert Möller den Investor, die 12.18. Investment Management GmbH, in einem Brief aufgefordert hatte, umgehend mit der Stadtverwaltung in Verbindung zu treten und in einem Gespräch alle offenen Punkte zu klären, stand Kai Richter schon auf der Matte.

„Wir haben verbindliche Absprachen zu den Punkten getroffen, die aus unserer Sicht kritisch waren“, sagte Norbert Möller am Freitag auf Nachfrage des Nordkuriers. Der größte Knackpunkt aus Sicht der Verwaltung war die nicht geklärte öffentliche Zuwegung des Uferwanderweges.

Stadt hatte das Problem schon einmal

Der Weg befindet sich zum Teil auf Bundesfläche und zum Teil auf der Privatfläche des Investors. Im Durchführungsvertrag zwischen der Stadt und dem Investor war vereinbart worden, dass der Weg öffentlich sein soll und die Flächen der Stadt rückübertragen werden. „Das ist heute fast gar nicht mehr möglich, weil mit jedem Anteilsverkauf einer Wohnung auch eine Teilfläche aus diesem Weg verkauft wurde, der sich auf der privaten Fläche befindet. Der Investor müsste eigentlich mit jedem einzelnen Käufer klären, dass die Flächen wieder an die Stadt zurückübertragen werden“, hatte Ingo Dann am Mittwochabend bei der Stadtvertretersitzung erklärt.

Dieses Problem habe man laut Norbert Möller regeln können. „Es stellt sich juristisch nicht so kompliziert dar, wie befürchtet und ist händelbar“, sagte er. Die Sorge der Verwaltung ist durchaus verständlich, denn schon einmal ging es an anderer Stelle schief, nämlich beim Panoramaweg am Seeufer, der mittlerweile Panoramablick heißt. Auch dort hatte die Stadt laut Ingo Dann eine Vereinbarung getroffen, dass die Bürger zukünftig immer über das Grundstück gehen können. Mittlerweile ist der Weg aber geschlossen. „Man kann nicht mehr rein. Es ist eine Sackgasse“, so Dann.

Unterlagen nachgereicht

Kai Richter, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der 12.18. Investment Management GmbH, reichte auch Unterlagen für das Empfangs- und Wellnessgebäude nach. Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises hatte bereits eine Teilbaugenehmigung für ein Empfangsgebäude erteilt. Die Stadt hatte diese Unterlagen jedoch nicht, sodass die Befürchtungen aufkamen, dass am Ende das Projekt doch nicht so umgesetzt wird, wie es mit der Stadt abgesprochen wurde.

Diese Zweifel habe man ausräumen können, sagte Möller. Auch von der 12.18. Investment Management GmbH wurde auf Nachfrage bestätigt, dass die Gespräche sehr gut verliefen und man Bedenken ausräumen konnte. Das Maremüritz soll eigentlich am 01.02.2019 eröffnen - später als geplant.