Wassertourismus

Marina am Müritzsee macht sich schick für Hausboote und Yachten

Lange Zeit mieden es viele Freizeitkapitäne, den Buchholzer Hafen mit ihren Booten anzufahren. Ab Ostern soll sich das ändern.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Saugpumpe den Schlamm beseitigt hat. Doch bis Ostern soll alles fertig sein.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Saugpumpe den Schlamm beseitigt hat. Doch bis Ostern soll alles fertig sein. Miriam Brümmer
Die Größe der Boote nimmt immer mehr zu.Deshalb hoft der Betreiber der Steganlage in Buchholz, das die Kapazit&auml
Die Größe der Boote nimmt immer mehr zu.Deshalb hoft der Betreiber der Steganlage in Buchholz, das die Kapazitäten in den nächsten Jahren erweitert werden können. Stephan Radtke
Buchholz

Aktuell ist es noch ruhig im Buchholzer Hafen. Doch ab Ostern könnte die Steganlage der Marina Buchholz GmbH & Co KG, die ihren Sitz in Waren hat wieder komplett belegt sein. Denn hier wird aktuell fleißig gepumpt, um der Verschlammung entgegenzuwirken. Bis zu anderthalb Meter tief wird der Schlamm nun mit einer Pumpe aus dem See geholt, damit Hausboote und Yachten hier in den nächsten Jahren wieder sorgenfrei anlegen können.

Über ein Schlauchsystem wird dabei der Schlamm abgeführt und vorerst im Uferbereich gesammelt. Dort soll er aber nicht liegen bleiben. „Wenn er ausgeblutet ist, wird daraus Dünger. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Material unbelastet und dafür gut geeignet ist, auf den Feldern ausgebracht zu werden“, erklärt Betriebsleiterin Kathrin Thober. Preiswert wird der Dünger allerdings nicht produziert, denn für das Auspumpen fallen Kosten im fünfstelligen Bereich an.

Erste Hausboote kommen Mitte März

Dafür sollten alle Boote in den nächsten Jahren sorgenfrei in der Marina Buchholz vor Anker gehen können. Noch dazu ist dieser Hafen laut Aussage von Geschäftsführer Willi Esser winterfest. Die Leitungen werden so verlegt, dass sie selbst bei einer geschlossenen Eisdecke, wie in diesem Jahr über mehrere Tage auftrat, frostfrei bleiben. Auch die Hausboote sind isoliert und frostsicher, so dass es sogar möglich ist, im Winter einen Hausbooturlaub auf der Müritz zu verleben.

Bis zum Saisonbeginn sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Mitte März sollen die ersten Hausboote frisch aus der Werft in Buchholz eintreffen und per Kran zu Wasser gelassen werden.

Problem Verschlammung bald gelöst

Die Verschlammung der Anlage hatte sich in der Vergangenheit zu einem Problem an der Steganlage entwickelt. Sie ist auf die Schwebstoffe zurückzuführen, die von der Elde in der Nähe des Steges in den Müritzsee eingeschwemmt wurden. Die Dürrejahre 2018 und 2019 hatten zusätzlich dazu beigetragen, dass der Wasserstand für einige Boote zu niedrig war. Sogar Sandbänke waren teilweise zu sehen.

Ursprünglich gab es hier 200 Liegeplätze. Inzwischen finden etwa 150 Boote Platz, was daran liegt, dass die Boote immer größer werden. „Früher waren die Boote vier Meter lang und maximal zwei Meter breit. Heute sind sie dreizehn Meter lang und vier Meter breit. Das ist ein gewaltiger Unterschied“, erzählte Kathrin Thober. Plätze für Tageslieger seien aber vorhanden. Die Marina Buchholz überlegt dennoch, die Kapazitäten zu erweitern. Erste Gespräche dazu laufen bereits.

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