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Mauerstraße wird zur Zitterpartie

Blick in die Mauerstraße: Die Bauleute sind am Wirbeln. Doch der Winter könnte den Zeitplan noch durchkreuzen.
Blick in die Mauerstraße: Die Bauleute sind am Wirbeln. Doch der Winter könnte den Zeitplan noch durchkreuzen.
Enders

Noch ist nichts verloren. Die Bauleute geben ihr Bestes. Doch die Zeit drängt. Und die Stadt Röbel fürchtet, dass die Baumaßnahme winterbedingt ins Stocken geraten könnte, was Auswirkungen auch auf weitere Bauvorhaben hätte.

Auf den letzten Metern wird es doch noch eng. Und es bleibt fraglich, ob der Baubetrieb, die Georg Koch, Straßen- und Tiefbau GmbH Malchin, am eng gesteckten Zeitplan festhalten kann. „Noch vor dem Nikolaus“ sollte die Röbeler Mauerstraße fertig werden, hatte Bauleiter Jens Pätzold seinerzeit verkündet. Darauf hat das Unternehmen hingearbeitet und so manche Hürde bereits genommen: So waren die Bodendenkmalpfleger fündig geworden und hatten mehrere Skelette entdeckt, etwas, was sich verständlicherweise nicht gerade beschleunigend auf solche Bauvorhaben auswirkt.

Aber vor allem die  Enge in der Gasse und die Nähe zur Stadtmauer sind Hindernisse, die besondere Sorgfalt abverlangen. „Die Maßnahme sollte bis Ende November abgeschlossen werden, wenn man das genau nimmt, ist das der 30. 11., 24 Uhr“, zeigte sich Röbels Bürgermeister Heiner Müller (SPD) während der jüngsten Bauausschusssitzung besorgt.  Er machte kein Geheimnis daraus, dass er schlichtweg Angst habe, dass die Mauerstraße – so unfertig, wie sie ist – einfrieren könnte – nämlich dann, wenn erster strenger Frost einsetzt. Doch Heiner Müller sagte auch, dass die Firma signalisiert hatte, es vielleicht mit einwöchiger Verspätung doch noch zu schaffen. Und genau das versicherte Bauleiter Jens Pätzold am Mittwoch auch dem Nordkurier.

„Der Wetterbericht ist gut, die Kollegen hauen rein, wir arbeiten auch am Wochenende..., wenn es nicht bis zum Nikolaus klappt, dann eben bis zum Pioniergeburtstag“, zeigte er sich optimistisch. Zur Erinnerung: Der Pioniergeburtstag, ein Relikt aus DDR-Zeiten, wurde immer am 13. Dezember begangen. Soll die Straße bis dahin nutzbar sein? „Nun gut, das war alles ein bisschen kompliziert, aber wir schaffen das“, kündigte Jens Pätzold an.

Einwohner haben noch Fragen zur Roßstraße

Etwas, was die Stadt sehr gerne hört. Hängt doch vom Bauende der Mauerstraße der pünktliche Baubeginn in der benachbarten Roßstraße ab, der für 2014 ansteht.  Denn nur, wenn die Mauerstraße fertig gestellt ist, kann die Roßstraße aufgerissen werden. Sonst würden Anwohner weder von hinten noch von vorn in ihre Häuser gelangen, wie Pferdefreund Wilhelm Jarchow kürzlich geäußert hatte.

Indes gibt es zur Roßstraße noch Bürgeranfragen, ob nicht ein separater Radweg mit gebaut werden könnte. Aber hier war von Bürgermeister Müller nur ein klares Nein zu hören.. „So wenig, wie es uns in anderen Straßen gelungen ist, einen Radweg auszuweisen, so wenig wird uns das auch hier gelingen“, wies er auf die Besonderheiten in der Altstadt hin. 

Indes stellten die Planer im Bauausschuss auch schon den Vorentwurf für den Ausbau der Straße Am Mühlentor (Ortsausfahrt Richtung Mirow) vor. Hier ziehen Stadt und Landkreis, die beide für Teile der Strecke Träger sind, an einem Strang. Einig zeigte sich das Gremium, dass vor der Kita „Plappermühle“ Kurzzeitparkplätze entstehen sollten und dass die Kreuzung nach Ludorf nicht zu eng gestaltet werden darf. Eine strikte Absage erteilten die Bauausschussmitglieder eingeplanten Grünstreifen, die nach Meinung des Planers die extreme Breite der Straße kaschieren sollten. „Wer soll das pflegen?“, hieß es.