TOURISMUS

Mehr Gäste an der Müritz – beim Ticket läuft’s rund

Der Super-Sommer hat der Müritzregion viele Touristen beschert. Erstmals mit in der Bilanz: das „Müritz rundum”-Ticket. Hier sind Änderungen geplant.
Malte Schindel Malte Schindel
Das gute Wetter hat die Urlauber in diesem Sommer in Scharen an die Müritz gelockt.  
Das gute Wetter hat die Urlauber in diesem Sommer in Scharen an die Müritz gelockt. Bernd Wüstneck
Waren.

Die plötzliche Dauer-Hitze hat die Tourismus-Branche an der Müritz in dieser Saison mit einer kleinen Sensation überrascht: sie hat teilweise fast zu einer Verdopplung der Besucherzahlen geführt! Während das Nationalparkticket 2017 noch rund 25 000 Gäste nutzten, waren es dieses Jahr 45 000 (Stand bis Ende September). Davon fuhren 35 000 mit der Gästekarte „Müritz rundum”. Die Ergebnisse wurden auf der jüngsten Vermieterforums-Sitzung bekannt gegeben.

In „Müritz rundum” sind neben dem Nationalparkticket auch die Fahrten mit dem Datbus zwischen Waren, Röbel und Rechlin enthalten. Ebenso ein Lückenschluss zwischen Rechlin und Boeck, der Stadtverkehr in Waren und Röbel und die Citylinie, die in Waren zwischen Ecktannen und Kamerun am Hafen entlang pendelt. Und damit nicht genug: Auch gibt es ein vergünstigtes Ticket für Schiffstouren mit der Weißen Flott sowie ein Ticket für den Besuch der Müritz-Therme in Röbel. Da „Müritz rundum” mit dem 1. April eingeführt wurde, liegen hier noch keine Vergleichszahlen vor. Ob sich die Einführung gelohnt hat? „Ich denke schon”, sagt Florian Tornow, städtischer Sachbearbeiter für Wirtschaft und Tourismus in Waren.

Start-Schwierigkeiten durch fehlende Werbung

Allerdings: das Gästeticket startete etwas zäh. Was laut Tornow unter anderem daran lag, dass man zu spät in die Information und Werbung gegangen sei. Die Zahlen stiegen nur langsam – bis August. Hier zeigt die Kurve dann steil nach oben. Im besten Monat des Jahres nutzten 21 000 Gäste die Linien von „Müritz rundum” – teilweise 680 Nutzer pro Tag. Im Stadtgebiet verteilten sich die Fahrgäste recht gleichmäßig.

Auffällig negativ: Nur 1200 Ticketnutzer waren mit dem Lückenschluss zwischen Rechlin und Boek unterwegs. „Da müssen wir noch mal ran”, so Tornow. „Die Anschlusszeiten sollen geändert werden.” Zulegen möchte man auch bei den Citylinien-Besuchern, da man hier gemerkt habe, dass viele Fahrgäste von den Campingplätzen kommen.

Flotten-Namen schaffen Verwirrung und Frust

Was soll beziehungsweise wird sich noch ändern? Alles will Tornow nicht verraten. Aber so viel: Die Citylinie fährt 2019 nicht mehr durch die Mozartstraße, macht stattdessen einen Schlenker durch die Karl-Marx-und die Schleswiger Straße. „Wir wollen schauen, ob die Stopps in der Westsiedlung eine Steigerung der Zahlen herbeiführen”, sagt Tornow.

Großer Kritikpunkt der Ticket-Nutzer: Die Namen der Weißen und der Blau-Weißen Flotte seien so ähnlich, dass es zu Irritationen gekommen sei und einige Besucher frustriert bei der Blau-Weißen Flotte vergeblich auf Rabatt gehofft hatten, berichtet Tornow. Die Namen der Unternehmen wird die Stadt nicht ändern können, dennoch wird das Konzept überarbeitet: Die Weiße Flotte wird nicht mehr alle Schiffe für das Nationalparkticket anbieten, lediglich ein gesondertes Schiff mit eigenem Fahrplan. Das soll weniger Verständnisprobleme herbeiführen, hofft man.

 

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