Stefan Tuchscheerer gehört mit zum Aufbau-Team, das den Sendeturm aufgestellt hat.
Stefan Tuchscheerer gehört mit zum Aufbau-Team, das den Sendeturm aufgestellt hat. Miriam Brümmer
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Mehr Reichweite für die Seenplatte – Neuer Sendemast auf Fusion-Gelände

Schon vor acht Jahren sollte der Sendemast in Lärz aufgestellt werden. Aber erst jetzt kam es dazu.
Lärz

Am Donnerstag sollen die Arbeiten am neuen Sendemast in Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) abgeschlossen werden, der dann mit einer Höhe von insgesamt 37 Metern über dem Kulturkosmos-Geländes ragt. Dabei sollte der Mast schon vor acht Jahren errichtet werden. Auch, weil beim international bekannten Fusion Festival mit etwa 60.000 Besuchern auf dem ehemaligen Lärzer Militärflugplatz und bei den anderen Veranstaltungen des „Kulturkosmos Müritz“ e. V. das komplette Internet zusammenbrechen würde, wenn alle auf einmal ins Internet wollten und „die Leistung nicht da ist“, sagte Bürgermeister Hartmut Lehmann. In den vergangenen Jahren wurden deshalb mobile Funktürme für diese Wochenenden gemietet, was mit hohen Kosten verbunden war.

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Besserer Handyempfang im Umkreis von fünf Kilometern

Auftraggeber und damit Kostenträger für den stationären Turm ist die Mobilfunkgesellschaft Vodafone. Auch die Telekom hat signalisiert, den Sendemast für ihr Handynetz nutzen zu wollen. Der Bürgermeister hofft, dass weitere Netzbetreiber folgen. Laut seiner Aussage werde der Handyempfang mit Inbetriebnahme im Umkreis von fünf Kilometern nachweislich verbessert. Messungen hätten ergeben, dass weitere drei Kilometer im Umkreis dazukämen, die ebenfalls davon profitieren könnten – in Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen. Ob die Leistung des Sendemastes auch für Krümmel ausreiche, konnte Hartmut Lehmann nicht sicher sagen. Die Inbetriebnahme, nun da der Mast endlich steht, soll schon mit Saisonbeginn möglich sein. Da hätten nicht nur die Einheimischen und die hiesigen Unternehmen etwas davon, sondern auch die Besucher des Fusion Festivals, wenn es in diesem Jahr endlich wieder stattfinden darf.

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Steigende Kosten für Ausgleichsmaßnahmen

Eine Folgeerscheinung der langen Wartezeit sind jedoch die steigenden Kosten für die zu Ausgleichsmaßnahmen. 2014 hatte sich die Gemeinde bereit erklärt, die dafür nötigen Bäume selbst zu pflanzen, damit der Sendemast so schnell wie möglich errichtet wird. Die Maßnahme sollte ursprünglich die Beschäftigungsgesellschaft Gemeinnützige Innovative Personal- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH Neustrelitz (IPSE) ausführen. Im zurückliegenden Jahr hat die IPSE jedoch Insolvenz angemeldet. Den Vertrag könne die Gemeinde gegenwärtig daher nicht umsetzen. Derzeit werde der Kostenrahmen für 36 zu pflanzende Bäume ermittelt. Die Kosten dafür soll der Netzanbieter ebenfalls tragen. Das Grundstück wolle die Gemeinde jedoch zur Verfügung stellen und auch die Ausschreibungen vornehmen.

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