TIERSCHUTZ IN DER CORONA-KRISE

Menschen spenden weniger fürs Malchower Tierheim

In Zeiten der Isolation können Haustiere ein Trost sein. Doch die Krise macht auch vor dem Tierschutz nicht halt. Das Malchower Tierheim spürt die Folgen.
Noch ist das Tierheim nicht voll – aber bald schon kommen die Maikatzen.
Noch ist das Tierheim nicht voll – aber bald schon kommen die Maikatzen. Bernd Wüstneck
Waren ·

Wegen der Corona-Krise geht auch beim Tierschutzverein Waren die Spendenbereitschaft zurück. Zwar hat das Tierheim in Malchow, anders als viele andere Tierheime, unter Berücksichtigung entsprechender Schutzmaßnahmen wie gewohnt geöffnet: „Wir haben das Glück, dass wir ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung haben“, erklärt die Vorsitzende Margret Kuhlmann. Außerdem sei die Einrichtung klein und der Besucherverkehr daher ohnehin so übersichtlich, dass man sich gut aus dem Weg gehen könne.

Trotzdem schauen aufgrund des Virus derzeit weniger Menschen vorbei als sonst. Dadurch fallen spontane Privatspenden weg, wie Margret Kuhlmann auf Anfrage erklärt. Auch die Infostände zur Osterzeit, bei denen Interessierte oftmals kleinere Geldbeträge auf den Tisch gelegt hatten, werden wegen der Krise nicht aufgebaut. Wie hoch die Ausfälle sind, sei schwer zu beziffern. Dramatisch sei die Situation aber nicht, gibt Margret Kuhlmann Entwarnung: „Unsere Existenz ist dadurch zur Zeit nicht bedroht.“

Gassigeher sind im Tierheim stets willkommen

Zum Einen verfüge der Verein über zahlende Vertragspartner, zum Anderen sei das Tierheim noch nicht so voll. Auch Tiere von Corona-Patienten habe man bislang nicht aufnehmen müssen. „Erste Ängste sind aber da“, stellt Margret Kuhlmann fest.

So seien bereits hypothetische Anfragen eingegangen, ob die Einrichtung Tiere in Pflege nehme, wenn die Halter am Coronavirus erkrankten. „Die Antwort ist ja“, kann Margret Kuhlmann beruhigen. Doch auch wenn solche Abgaben durch erkrankte Tierbesitzer weiter ausbleiben sollten, geht die Vorsitzende davon aus, dass sich das Tierheim bald wieder füllen wird: „Die Maikatzen halten sich nicht an die Corona-Regelungen“, weiß sie.

Spender können mit Spezialfutter Gutes tun

Obwohl der Tierschutzverein durch den Rückgang der Spenden derzeit nicht akut bedroht ist – wenn die Krise noch viel länger andauere, könne es schon eng werden, befürchtet Margret Kuhlmann. Dann müsse man mit den Mitarbeitern Möglichkeiten suchen, zu sparen. Zudem könne der Verein dank der Mitgliedschaft im Deutschen Tierschutzbund über einen Fonds Mittel beantragen.

Privatpersonen, die bereits jetzt helfen möchten, können zur Zeit besonders mit Spezialfutter für Durchfallerkrankungen Gutes tun. Spenden können weiterhin im Tierheim abgegeben oder ganz kontaktlos nach Ankündigung vor die Tür gelegt werden. Auch Gassigeher sind im Tierheim weiter willkommen. Zwar kommen einige Ehrenamtliche auch jetzt noch allein oder zu zweit zum Spaziergang mit Hund vorbei, es seien aber wohl weniger als im vergangenen Jahr, schätzt Margret Kuhlmann.

 

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