MEHR PLATZ FÜR KINDERGARTENKINDER

Millionen-Investition in Klinker Kita

Die Gemeinde Klink möchte wachsen. Da die Kita bereits auf den letzten Platz besetzt ist, will die Kommune einen siebenstelligen Betrag in die Hand nehmen.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Die Leiterin Margitta Bethke mit Luca, Armin, Pepe und Kilian (von links) sowie Luke und Malte (vorn, rechts) auf der Netzscha
Die Leiterin Margitta Bethke mit Luca, Armin, Pepe und Kilian (von links) sowie Luke und Malte (vorn, rechts) auf der Netzschaukel des üppigen Außengeländes mit dem geklinkerten Flachbau im Hintergrund. Damit durch den Bau keine Tobefläche wegfällt, wird die Gemeindegrenze einfach weiter nach hinten verlagert. Susann Salzmann
Bürgermeisterin Jana Böckmann
Bürgermeisterin Jana Böckmann privat
Klink.

Großzügiges Gelände, ruhiges Umfeld, umgeben von Natur: So könnte eine Beschreibung über die Kita in Klink beginnen. Der geklinkerte Flachbau in der Uferstraße ist bei Eltern populär. So sehr, dass die Einrichtungsleiterin Margitta Bethke eine Warteliste für neue Kinder angelegt hat.

„Wir haben jetzt 23 Namen auf der Liste“, sagt Bethke. Um diesem Mehrbedarf gerecht zu werden, möchte die Gemeinde nun reagieren. Die „Klinker Knirpse“ sollen einen Anbau bekommen. Schließlich ist die maximale Kapazität – die Kita kann mit ihren acht Erziehern höchstens 70 Jungen und Mädchen betreuen – bis auf den letzten Platz besetzt. Die Anmeldungen für ein Kind flattern laut Bethke mittlerweile bereits während der Schwangerschaft auf ihren Tisch.

Die Kommune als Träger der Kita fasst daher einen Erweiterungsbau mit rund 500 Quadratmetern an Zusatzfläche ins Auge. Eine Kostenschätzung eines Warener Ingenieurbüros liegt bei 1,4 Millionen Euro. Der Anbau an das 1997 errichtete Bestandsgebäude sei eine notwendige Voraussetzung, wenn Klink in den nächsten Jahren wachsen soll, erklärt die Bürgermeisterin Jana Böckmann (UBK). Statt bislang 70 Kinder sollen mit der zusätzlichen Fläche 30 Knirpse mehr betreut werden können. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigt im übrigen nicht nur die Warteliste, sondern auch wiederkehrende Anfragen von Eltern.

Um im Jahr 2020 Fördermitteltöpfe anzuzapfen, muss im Vorfeld eine Planung vorhanden sein. Genau die ist nun fertig. Welche Fördermittelsumme am Ende in den Millionenbau hineinfließen werden, ist noch unklar. Trotz allem hofft Klink auf eine bis zu 75-prozentige Förderung. Danach bliebe für die Gemeinde allerdings immer noch ein Eigenanteil von 350.000 Euro zu stemmen. Klappen die Planungen und laufe das Beantragen der Fördermittel nach Plan, blickt Jana Böckmann schon jetzt auf das Jahr 2021. „Wir beabsichtigen, dann mit dem Erweiterungsbau zu starten“, sagt die Ortschefin auf Nordkurier-Nachfrage.

„Schmutzschleuse“ für Herbst und Winter geplant

Der gedachte Anbau soll mit einem Verbinder an das Bestandsgebäude – parallel zur Uferstraße – anschließen und zwei Kindergarten-, einen Hort- sowie einen Mehrzweckraum und eine Leseecke beinhalten. Mit dem Anbau würden insbesondere Plätze für den Kindergarten-Bereich geschaffen. Bethke: „Wir haben momentan 34 Plätze dafür zur Verfügung und könnten mit dem Anbau 60 zur Verfügung stellen“. Im Hort- sowie im Krippenbereich werden jeweils zwei zusätzliche Plätze geschaffen, sodass in Klink dann maximal 22 Kinder den Hort und 18 die Krippe besuchen könnten.

Ob die Kita-Leiterin Margitta Bethke die Inbetriebnahme des Anbaues noch in ihrer Funktion als Kita-Leiterin erlebt, ist ungewiss. Im September 2021 wird sie das Leitungszepter abgeben. Worauf sie sich allerdings schon nach den ersten Planungen freut, ist die künftige „Schmutzschleuse“ für die Herbst- und Wintermonate. Die Kinder können dann in einer Art Vorraum schmutzige Schuhe oder Sachen gegen saubere tauschen.

Von den Neuerungen profitiert zusätzlich das Personal. „Erstmals wird es einen Teamraum geben“, freut sich Bethke. Erhöht sich die Kinderzahl, wird das auch nötig, denn mit der höheren Kapazität erhöht sich auch der Mitarbeiterbedarf von derzeit acht Erziehern auf perspektivisch elf.

Klink wird darüber hinaus nicht nur im Hinblick auf die Kitakapazität wachsen, sondern auch durch ein etwa neun Hektar großes Baugebiet in Richtung Grabenitz selbst als Wohnort für Familien attraktiver werden. Perspektivisch soll dort nämlich ein reines Wohngebiet entstehen.

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