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Mit 2,5 Promille am Steuer

Die Polizei verfolgte den Fahrer bis nach Varchentin.
Die Polizei verfolgte den Fahrer bis nach Varchentin.
Karl-Josef Hildenbrand

Seine Flebben ist er los. Nachdem ein 34-Jähriger sich "blau" ans Steuer gesetzt hatte und von der Polizei erwischt worden war, wird er vorerst zu Fuß unterwegs sein.

Das ist kein Petzen, sondern Polizeihilfe und Unfallverhütung. Weil ein Bürger der Polizei mitgeteilt hatte, dass jemand nicht nur tief ins Glas geschaut, sondern sich dann auch noch ans Steuer eines Kleintransporters gesetzt hatte, nahm die Streife die Verfolgung auf. Gegen 19.30 hatten sie den 34-jährigen Warener dann in Varchentin stoppen können. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,55 Promille. Somit drohe ihm eine Freiheitsstrafe zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

Den Führerschein ist der junge Mann los und er sei belehrt worden, dass er nun im öffentlichen Straßenverkehr kein Fahrzeug mehr führen darf. "Es mag sich niemand vorstellen, was hätte passieren können, wenn der Warener mit seinem Fahrzeug weiter gefahren wäre... Vielen Dank auch auf diesem Wege an den aufmerksamen Bürger", sagt die Polizei. Der Vorfall ereignete sich am Sonnabend, die Polizei teilte ihn aber erst am Montag mit.

Erst Mitte April war in Waren ein 67-Jähriger Fußgänger gestorben, nachdem ihn ein betrunkener Autofahrer, der noch dazu keinen Führerschein mehr besaß, umgefahren hatte.