Beim Abladen: Roger Taedcke (rechts) im Gespräch mit dem Firmen-Vertreter Peter Holtfreter von Huber-Technology, der das Aufbauen begleitete.
Beim Abladen: Roger Taedcke (rechts) im Gespräch mit dem Firmen-Vertreter Peter Holtfreter von Huber-Technology, der das Aufbauen begleitete. Elke Enders
Klärung von Abwasser

Röbeler Klärwerk setzt auf neue Technik

Irgendwo muss es hin, das Abwasser, das die Haushalte verlässt. Eine moderne Kompaktanlage löst nun die rostige alte ab.
Röbel

Die Fotoapparate klickten unaufhaltsam. Selbst für die Mitarbeiter der MEWA (Müritz-Elde-Wasser-Eigenbetrieb) des Amtes Röbel-Müritz war diese Aktion etwas Besonderes. Schließlich wird nicht jeden Tag eine 200 000-Euro teure Investition getätigt. Viereinhalb Tonnen wiegt das Vehikel, das per Laster aus Süddeutschland zum Röbeler Klärwerk angeliefert wurde. Die mit allerlei technischen Raffinessen ausgestattete Wanne soll das in die Jahre gekommene Vorgänger-Modell von 1978 ablösen. Es ist nach jahrzehntelangem Dauereinsatz in Abwässern nur noch reif für die Schrottpresse, erklärte Roger Taedcke, Betriebsleiter der MEWA. Die neue Anlage sei besser auf anfallende Mengen abgestimmt, so Taedcke. 

Die Kläranlage Röbel  ist die größte Anlage, die im Amtsbereich durch die MEWA betrieben wird.  Sie ist für 12 500 EW (Einwohnerwerte) ausgelegt. Hier kommt das Abwasser aus Röbel,  Ludorf und Bollewick zur Aufbereitung, ebenso die Fäkalien aus den dezentralen Sammelgruben und Kleinkläranlagen in der ländlichen Umgebung. Letztere werden mittels Saugwagen herangefahren.   Dabei haben sich die Mengen auf Grund veränderter gesetzlicher Vorgaben vergrößert. Waren es 1998 noch 8000 Kubikmeter, so sind es 2012 schon 28 000 Kubikmeter gewesen. Ansonsten werden die Abwässer über drei große Pumpwerke zugeleitet. 

Bei der neuen Anlage handelt es sich um eine Rechen-Sandfang-Kompaktanlage, über die Sand und Fette ausgeschieden werden. Danach kann das Wasser, das in diesem Moment wohl noch eher eine Brühe ist, in das Belebungsbecken geleitet werden. Hier wird bakteriell gereinigt. Es folgt die Nachklärung, in der sich noch einmal der Schlamm absondert. Schließlich werden die Wasserbestandteile in die Rückhaltebecken befördert, von wo aus sie in den Boden sickern. „Sie werden dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt“, erläutert Taedcke. 

 

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