KONZERT FÜR KINDER

Mit einem Orchester und dem "Elefantenpups" um die Welt

Klassische Musik für Kinder? Na sicher! Dirigent Stefan Malzew und Kika-Moderator Juri Tetzlaff zeigen mit einem „Elefantenpups“, wie mitreißend das sein kann.
Alina Ide und Emil Heren hat sowohl die Moderation als auch das Konzert super gefallen.
Alina Ide und Emil Heren hat sowohl die Moderation als auch das Konzert super gefallen. Nadine Schuldt
Kika-Moderator Juri Tetzlaff (l.) sowie Dirigent und Komponist Stefan Malzew führten gekonnt durch die Konzert-Vorstellun
Kika-Moderator Juri Tetzlaff (l.) sowie Dirigent und Komponist Stefan Malzew führten gekonnt durch die Konzert-Vorstellung. Nadine Schuldt
Wer weiß, wie die Ohren eines afrikanischen Elefanten aussehen? Immer wenn Juri Tetzlaff eine Frage stellte, schnellten
Wer weiß, wie die Ohren eines afrikanischen Elefanten aussehen? Immer wenn Juri Tetzlaff eine Frage stellte, schnellten die Arme nach oben. Nadine Schuldt
Die Werleburg war fast bis auf den letzten Platz besetzt: Die Malchower Kinder wollten sich das „Elefantenpups”-Ko
Die Werleburg war fast bis auf den letzten Platz besetzt: Die Malchower Kinder wollten sich das „Elefantenpups”-Konzert nicht entgehen lassen. Nadine Schuldt
Das Orchester brachte bei der Aufführung sogar eigene Ideen mit ein.
Das Orchester brachte bei der Aufführung sogar eigene Ideen mit ein. Nadine Schuldt
Malchow.

Wie macht ein Schaf? Und welche Laute gibt eigentlich ein Elefant von sich? „Määäähhh“ und „Töörööö“ schallt es Juri Tetzlaff Freitagvormittag in der Malchower Werleburg aus 280 Kinderkehlen entgegen.

Die Knirpse von der Grundschule und der Awo-Kita sind bestens aufgelegt – schließlich nimmt sie der bekannte Kika-Moderator mit auf eine ganz besondere Reise. Mit „Der Elefantenpups – mit dem Zoo-Orchester um die Welt“ werden die Malchower Steppkes in verschiedenste Klangwelten entführt.

 

 

 

Klar, dass da die Zoo-Tiere erst „musikalisch“ charakterisiert werden. „Wenn er über das Marimba streicht, kommt alles in Bewegung“, sagt Juri Tetzlaff über Löwe Lorenzo. Rein zufällig erklingen in diesem Moment angenehme Swingmelodien. Als der Moderator von Panda-Dame Mei Yu ihrer Post von Freundin Melody erwähnt, schweben plötzlich japanisch-asiatische Klänge durch den Raum. Ruhig wird es bei dieser Melodie, vielleicht schwingt auch etwas Wehmut mit. Kein Wunder: Freundin Melody lädt Mei Yu zu einem Lampionfest nach China ein. Doch wie soll sie dahin kommen?

Elefant Pombo hat eine Idee – sie fahren mit dem Containerschiff nach Hamburg. „Traut ihr Euch das zu“, fragt Juri Tetzlaff sein junges Publikum. „Ja“, schreien ihm die vielen Kinder lautstark entgegen. Doch bevor das Schiff ablegt, gibt es einen ersten Vorgeschmack auf ein Land. Weil das Schiff aus Irland stammt, will Dirigent Stefan Malzew auch irische Musik machen. Nur eine Bodran, eine irische Trommel, hat er nicht zur Hand. Also improvisiert Malzew, der das komplette Elefantenpups-Konzert komponiert hat. „Man legt einfach ein Handtuch über ein Trommel“, sagt er, und Trommler Gilberto führt es vor: Tatsächlich entsteht bald irisches Flair.

Schließlich nimmt das Containerschiff Fahrt auf und durchquert die Straße von Gibraltar, um so in das Mittelmeer zu gelangen. Als das Zoo-Orchester Spanien passiert, ist klar, dass es eine Flamenco-Kostprobe mit dem typischen Kastagnetten-Sound geben wird. Gebannt hören die Kinder zu. Weiter geht die Fahrt durch den Suezkanal in den Vorderen Orient. Hier legen die Musiker einen Stopp ein. Jetzt sind die Kinder gefragt: Sie sollen auf ein Kamel aufsatteln und so an einer Karawane teilhaben – natürlich nur imaginär. Doch durch die typisch orientalischen Klängen kann sich das junge Publikum fast wie in einer echtenKarawane fühlen.

Komponiert wurde die Musik zu gleichnamigen Buch „Der Elefantenpups – mit dem Zoo-Orchester um die Welt“ von Stefan Malzew. Die Texte stammen von Heidi Leenen, die Illustrationen von Martin Bernhard.

Malzew hatte am Freitag die vorerst letzte der fünf Elefantenpups-Vorstellung dirigiert. Alle Aufführungen hätten ihm großen Spaß gemacht, sagt er. Dass er die kurzen Orchesterstücke auf die jeweiligen Länder abstimmte, kommt nicht von ungefähr. „Die Kinder sollen spüren, wie unterschiedlich Musik sein kann und wie unterschiedlich sie sich anfühlt“, sagt er.

Rund 2000 Kinder bei den „Elefantenpups“Konzerten

Die Kinder tauchen dann in verschiedene Klangwelten ein, ergänzt Juri Tetzlaff. Der Kika-Moderator erzählt die Reise von Panda-Dame Mei Yue, Elefant Pombo und den vielen anderen Zootieren auf der Bühne mit viel Gestik und Mimik. „Man durchlebt die Geschichte jedes Mal, wenn man sie aufführt“, erklärte er. So sei er beispielsweise auch ein klein wenig traurig, wenn die Panda-Dame Abschied Mei Yue Abschied von Deutschland nehme.

Er und der Dirigent sowie das 33-köpfige Orchester hätten sich gut aufeinander eingestellt. „Die Musiker müssen jedes Mal sofort den Charakter des jeweiligen Landes treffen“, macht Malzew eine Herausforderung deutlich.

Den Musikern gelingt das jedes Mal. Als sie bei der Karawane „aufsatteln“, sollen sich die Knirpse vorstellen, sie säßen auf einem Kamel. Viele Kinder bewegen dazu auch ihre Hände, als ritten sie wahrhaftig auf diesem Höcker-Tier. „Die Kinder kommen hier in eine positive Trance.“ Ihre Fantasie lebe sich in dieser „Karawane“ richtig aus, findet Malzew. In seinen Augen hätte jeder Mensch in seinem Leben einen Schlüsselmoment gehabt, der ihn näher an Musik heran geführt habe. Vielleicht sei das bei dem ein oder anderen Kind in der Werleburg auch gelungen und sie lernen künftig sogar ein Instrument.

In fünf Konzerten besuchten rund 2000 Kinder das Elefantenpups-Konzert. „Mir hat alles gefallen“, sagte Alina Ide in Malchow nach dem Konzert. „Ich mag die Giraffe“, sagte Mila Mill. Sie sieht hübsch aus und ist so groß wie ich, grinste Mila. Romy Langhans gefiel das Stachelschwein am besten. „Das war eine gute Geschichte“, spielt sie auf dessen Rolle als blinder Passagier an. Nachdem es Flauschkügelchen auf seine Stacheln bekam, konnte es auch von den anderen Tieren gedrückt werden. Umarmt haben sich alle Tiere auch, als sie schließlich unversehrt in China ankommen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Malchow

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