Warener Bürgermeister

Möller will noch lange bleiben

Warens Bürgermeister Norbert Möller plant, für eine weitere Amtszeit anzutreten. Allerdings gibtes für die Kandidatur auch eine Bedingung.
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Norbert Möller will auch nach 2020 noch Bürgermeister seiner Heimatstadt bleiben. Foto: I. Nehls
Norbert Möller will auch nach 2020 noch Bürgermeister seiner Heimatstadt bleiben. Foto: I. Nehls Ingmar Nehls
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Waren.

Waren. Norbert Möller ist noch nicht über die Ziellinie gelaufen. Warens Bürgermeister, Sozialdemokrat und passionierter Läufer, hat noch ein ganzes Stück Wegstrecke vor sich. Zumindest wenn es nach seinen Plänen geht. Denn der 59-Jährige möchte auch über das Jahr 2020 hinaus, wenn seine aktuelle Amtszeit endet, noch Bürgermeister im Heilbad bleiben. „Ich bin 2014 mit der Maßgabe angetreten, das über einen längeren Zeitraum als eine Legislaturperiode hinaus zu machen. Wenn man gewisse Vorstellungen hat, kann man die in sieben Jahren nicht alle abarbeiten. Das ist auch nach wie vor heute meine Einstellung“, sagte Möller dem Nordkurier.

Wobei Möller die Entscheidung an seinen Gesundheitszustand knüpft. „Ich habe im letzten Jahr auch meine Erfahrungen machen müssen, was die Gesundheit betrifft. Das ist die einzige Einschränkung. Es ist für mich nach wie vor eine Ehre, für diese Stadt Bürgermeister zu sein. Wenn ich gesund bleibe, werde ich mich zunächst den Gremien meiner Partei als Kandidat vorstellen. Das werde ich im Spätsommer endgültig entscheiden. Ich bin gewählt bis Ende 2020 und die Wahlen werden irgendwann im Herbst 2020 sein. Das ist ausreichend“, sagt Norbert Möller.

In der Warener SPD habe man sich dazu noch nicht verständigt, sagt Ortsvorsitzender Michael Löffler. Dennoch ist das Signal von Michael Löffler deutlich: „Er ist unser Bürgermeister und hat meine volle Unterstützung. Ich gehe davon aus, dass er wieder antreten wird“, sagt Löffler. Das Ergebnis der anstehenden Kommunalwahlen am 26. Mai werde daran nichts ändern. „Die Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl, die man losgelöst von den Stadtvertreterwahlen sehen muss, selbst wenn die SPD nicht so gut abschneiden sollte, was ich nicht glaube und auch nicht hoffe“, sagt Löffler.

Über die verschiedenen Parteien hinweg schwirrt beim Thema Bürgermeisterwahlen allerdings auch stets der Name Nadine Julitz umher. Nicht wenige Stadtpolitiker und Beobachter der Warener Politik haben die junge Landtagsabgeordnete auf dem Zettel. „Sie hat gute Fähigkeiten und wäre für das Amt auch sicherlich empfehlenswert. Allerdings ist sie gerade erst in der Halbzeit ihrer Schweriner Legislaturperiode angekommen und ich glaube nicht, dass es zu einer Kampfabstimmung gegen Norbert Möller kommen wird“, sagt Michael Löffler.