Ute Schmidt erhielt 2018 die Schärpe vom Vorgängerfürst Manfred Urban. Dieses Jahr wird kein Fürst gewählt.  
Ute Schmidt erhielt 2018 die Schärpe vom Vorgängerfürst Manfred Urban. Dieses Jahr wird kein Fürst gewählt. Carina Göls
Müritzer Fürsten

Morizaner setzen mit Tradition aus

Die Morizaner haben dieses Jahr keine Zeit für ihr großes Mahl. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Ludorf

Eine beliebte Tradition entfällt dieses Jahr: Ausgerechnet das 25. Morizanermahl findet nicht statt. Das teilte Morizaner Manfred Achtenhagen auf Nordkurier-Nachfrage mit. „Es gab dieses Jahr eine Häufung von Terminen“, sagt Achtenhagen. Zudem organisieren es Jahr für Jahr meist dieselben Leute. Die seien nun etwas müde und wollten ein Jahr pausieren. Darüber hinaus müsse man auch hinterfragen, ob die Veranstaltung noch zeitgemäß sei.

Manfred Achtenhagen und Wolf-Dieter Ringguth waren 1995 die Gründungsmitglieder des Morizanermahls. „Es entstand, als sich der Landkreis Röbel und der Landkreis Waren zum Müritzkreis zusammenschlossen“, so Achtenhagen. Etwa 100 Leute aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft kamen jährlich zu dem Treffen. Sie wählten jedes Mal eine Fürstin oder einen Fürst aus ihren Reihen. Die „Adeligen“ unterstützten in den Jahren die vielfältigsten sozialen Projekte.

Das Junge Morizanermahl für Grundschüler soll bleiben

Auch das „Junge Morizanermahl“ entstand durch einen einstigen Fürsten. Hierbei erhalten alle Viertklässler in Restaurants der Müritzregion einen Benimm-Kurs, Wissenswertes zum Tischeindecken und ein leckeres Essen. „Das Junge Morizanermahl findet unabhängig vom Treffen der Erwachsenen statt“, sagt Achtenhagen. Die Organisation solle im März beginnen.

zur Homepage