FINANZSPRITZE VOM BUND

Müritz-Klinikum in Waren bekommt mehr Geld

Das Warener Krankenhaus gehört zu den 120 Kliniken bundesweit, die ab 2020 mehr Geld erhalten sollen. Die Klinik erfüllt die dafür vorgegebene Kriterien.
Andreas Segeth Andreas Segeth
Anne Marie Maaß Anne Marie Maaß
Das Warener Müritz-Klinikum gehört zur Mediclin-Gruppe mit über 50 Akutkliniken, Reha-Kliniken, Fachkrankenhäuser, medizin
Das Warener Müritz-Klinikum gehört zur Mediclin-Gruppe mit über 50 Akutkliniken, Reha-Kliniken, Fachkrankenhäuser, medizinischen Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen. Andreas Segeth
Waren.

Erfreuliche Nachrichten aus der Bundeshauptstadt erreichten die Region. Der Bund wird die Krankenhäuser in ländlichen Regionen im kommenden Jahr finanziell bezuschussen, ließ der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU), Vorsitzender des Haushaltsausschusses, verlauten. Mit zusätzlich je 400.000 Euro könnte unter anderem das Müritz-Klinikum Mediclin in Waren rechnen, aber auch die Häuser in Malchin, Neustrelitz und Teterow.

In Waren freut man sich über die Finanzspritze, auch wenn die Summe noch unter Vorbehalt stehe. Der kaufmännische Direktor des Müritz-Klinikums Philipp Schlösser sieht sie als „ wichtigen finanziellen Beitrag zum Erhalt und zur strukturellen Verbesserung unserer wichtigen Bereiche“. Dazu zählt vor allem die Notaufnahme, aber auch jeder andere Bereich im Krankenhaus.

Hintergrund für die neue Pauschale erklärt

Doch zu berücksichtigen sei in diesem Zusammenhang auch die ersatzlose Streichung des Pflegezuschlages ab 2020, durch die den Krankenhäusern Finanzierungslücken an anderen Stellen entstehen, welche refinanziert werden müssen. Derzeit stelle man in Waren „viel zusätzliches Personal vor allem im Bereich der Pflege ein, um eine noch bessere Versorgung der Patienten zu gewährleisten“, so Schlösser.

Als Hintergrund für die neue Pauschale stehe, dass gerade in dünn besiedelten Gebieten, die Patientenzahlen teilweise nicht ausreichen würden, um die laufenden Kosten der Kliniken über die Fallpauschale zu decken, erklärt Florian Lanz, Pressesprecher des GKV-Spitzenverbandes. Dennoch seien gerade dort die Notfall- und Grundversorgung sowie die Geburtshilfe unerlässlich, um für die Patienten weite Wege und Risiken zu vermeiden.

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