GROßER WELS

Müritzer Angler macht Fang seines Lebens

Ein Müritzer hat ein Prachtexemplar von Wels aus dem Wasser geholt. Der Fisch brachte gut 17 Kilo auf die Waage. Der Angelerfolg gelang dabei an ungewöhnlicher Stelle.
Oliver Jürgens brachte von seinem einstündigen Angelausflug einen 1,40 Meter langen Wels mit.
Oliver Jürgens brachte von seinem einstündigen Angelausflug einen 1,40 Meter langen Wels mit. privat/ZVG
Insgesamt 17,27 Kilo bringt der Wels auf die Waage.
Insgesamt 17,27 Kilo bringt der Wels auf die Waage. privat/ZVG
Satow ·

Oliver Jürgens hat den Fang seines Lebens gemacht. Bei dem 56-jährigen Petrijünger aus der Müritzregion hat bisher noch kein so großer Fisch angebissen wie der Wels, der jetzt die Knie des routinierten Anglers hat schlottern lassen.

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Es kommt nicht oft vor, dass aus dem Satower Hofsee zwischen Müritz und dem Plauer See Welse geangelt werden. Genau diese Seltenheit ist dem Satower nun aber gelungen. Ein knapp 20 Kilogramm schwerer Wels biss bei ihm an. Der bringt genau 17,27 Kilogramm auf die Waage, ist nach Einschätzung des Anglers zwischen sechs und sieben Jahren alt und ließ den Atem des Anglers zunächst stocken. Eine knappe halbe Stunde hatte er den Fisch beobachtet. Die Zugkraft des Tieres überraschte ihn. Von Hechten und Barschen, die regelmäßig bei dem Petrijünger anbeißen, war er solche Kraft nicht gewohnt. Mehrere Fangmanöver scheiterten, selbst mit Kescher.

Fang-Krimi mit mehreren Versuchen

Als Jürgens sein Boot ins flachere Wasser brachte, um seine Fangchancen zu erhöhen, zog ihn der Wels wieder hinaus in tiefere Gefilde. Es ging in Richtung der sogenannten „Kuhtränke”, einer Stelle, an die früher die Kühe getrieben wurden, um sie zu tränken. Das war der Beginn eines Fang-Krimis. Erst nach 35 Minuten gelang es dem Mann, das Prachtexemplar in die Hände zu bekommen.

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„Mit dem Kopf im Kescher und der linken Hand an der Schwanzflosse”, erzählt der Satower, glücklich über seinen gemachten Fang. Oliver Jürgens weiß nämlich, dass der einstündige Angelausflug auch anders hätte enden können. Denn die Angelrute war nicht für größere Gewichte ausgelegt. Sie hätte sich auch gut mit dem Raubfisch im Wasser verabschieden können. Hat sie aber nicht.

Wels soll geräuchert werden

Das stattliche Exemplar mit einer Länge von 1,40 Meter hat seit dem Fang noch nicht das Verdauungssystem des Petrijüngers passiert. „Ich will ihn räuchern; das habe ich auch schon mit Hechten gemacht”, sagte Jürgens am Sonntagnachmittag.

Eigentlich war der Müritzer an seinem erfolgreichen Tag auf Hecht aus. Zehn, elf Kilo Hecht-Exemplare landeten in der Vergangenheit bereits in seinem Boot. Und auch mal ein zwei Kilogramm schwerer Aal.

Welse selten im Satower Hofsee

Durchschnittlich können Welse ein Gewicht zwischen zehn und 50 Kilogramm erreichen. Aus dem Satower Hofsee sind Wels-Fänge aber doch relativ selten bekannt. Jürgens selbst erinnert sich an ein, vielleicht zwei andere. Ob bei ihm künftig noch ein weiterer anbeißt, ist zwar ungewiss. Oliver Jürgens wird jedoch die Augen offen halten, verspricht er lachend.

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