Hannes Weidermann auf dem Wertholzplatz in Nossentiner Heide. Der Forstmann betreut den Sammelplatz auch in diesem Jahr.
Hannes Weidermann auf dem Wertholzplatz in Nossentiner Heide. Der Forstmann betreut den Sammelplatz auch in diesem Jahr. Bernd Wüstneck
Forstwirtschaft

Müritzer hoffen bei Auktion auf Spitzenpreise für Wertholz

Förster und Waldbesitzer haben wertvolle Stämme ausgesucht: In der kommenden Woche können Käufer aus ganz Europa Gebote für MV-Holz abgeben.
Nossentiner Heide

Für die „Sahnestückchen“ beim Laubholz können Interessenten bei der diesjährigen Wertholz-Submission am 27. Januar in Malchin geheime Gebote abgeben. Gute Stämme locken Interessenten aus ganz Europa. Das Holz bekommt letztlich der Meistbietende. Auch die Müritzer Forstämter beteiligen sich mit dem Besten vom Besten.

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100-jährige Eschen werden versteigert

Auf Spitzenpreise für Spitzenholz hofft man etwa im Forstamt Wredenhagen. Forstamtsleiter Bernd Poeppel sagte, das man mit etwa zehn Festmetern Eiche und zehn Festmetern Esche bei der Laubholz-Versteigerung dabei sein wird. Auf dem Wertholzplatz Nossentiner Heide lagern aus dem Wredenhagener Forstamt neben vier etwa 100-jährigen Eschen, die einen Stammdurchmesser zwischen 30 und 40 Zentimetern aufweisen, auch fünf 150 bis 160 Jahre alte Stieleichen mit Stammumfängen von 60 Zentimetern.

Roteichen sorgen für Spannung

Vier Prachtstämme mit insgesamt 11,68 Festmetern kommen aus dem Forstamt Nossentiner Heide, und zwar allesamt aus dem Revier Drewitz. Neben zwei Traubeneichen bietet Nossentiner Heide auch zwei Roteichen zur Submission an. „Da sind wir sehr gespannt, wo diese preislich liegen“, sagte Hannes Weidermann.

Nur wenige private und kommunale Anbieter

Insgesamt 595 Festmeter Wertholz werden dieses Jahr angeboten; davon allein 80 Prozent Eichenholz. Im Vorjahr lag die angepreiste Wertholzmenge noch bei 800 Festmeter. Einen Grund für den Rückgang sieht Hannes Weidermann vom Forstamt Nossentiner Heide, der den Wertholzplatz mit betreut, in dem geringeren Holzangebot von privaten und kommunalen Waldbesitzern. Neben Eiche und Esche werden auch Rotbuche, Hainbuche, Bergahorn, Ulme, Roterle, Vogelkirsche und weitere Arten angeboten.

Die bei der Versteigerung angebotenen Hölzer werden aufgrund der guten Qualitäten überwiegend in der Furnier- und Möbelindustrie Verwendung finden.

 

So lief die letzte Wertholz-Versteigerung

Die Gebote für die einzelnen Hölzer können schriftlich am 27. Januar abgegeben werden. Im letzten Jahr lag der Durchschnittspreis über alle Baumarten bei 586 Euro/Kubikmeter. Beim Eichenholz wurden durchschnittlich 690 Euro/Kubikmeter erzielt – das waren rund 100 Euro mehr als noch 2020. 2021 kam der teuerste Stamm, eine Traubeneiche mit 4,8 Festmetern, aus dem Forstamt Mirow. Heißt: Dieser einzelne Stamm brachte allein über 7000 Euro.

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