HILFE FÜR AUTIST MAX

▶️ Emotionale Dankes-Botschaft seiner Mutti

Max ist 16 Jahre alt und Autist. Jetzt sorgte eine Spendenaktion für viel Freude bei dem Jungen.
Der autistische Max und seine Mutter Ines Rohatsch sind voll des Dankes gegenüber ihren Spendern.
Der autistische Max und seine Mutter Ines Rohatsch sind voll des Dankes gegenüber ihren Spendern. Susann Salzmann
Auf diesem Fahrrad können Max und seine Mutter bald fahren.
Auf diesem Fahrrad können Max und seine Mutter bald fahren. Susann Salzmann
Groß Plasten.

Max lacht, während seine Mutter Ines Rohatsch immer wieder ihre Tränen unterdrücken muss. Durch die immense Spendensumme von bislang 9875 Euro ist der Traum von einem speziellen Tandemfahrrad greifbar geworden. Dieses spezielle Rad, bei dem Mutter und Sohn nebeneinander lenken und die Umgebung erkunden können, soll dem autistischen Jungen mit seiner Reizverzögerung eine größere Freiheit in sein Leben bringen. Wohin die erste Fahrt geht, weiß Max schon ganz genau: „Nach Kraase zu einem Bekannten“.

„Das Fahrrad ist mehr wert als mein Auto“, sagt die Mutter und lächelt. Anfangs, mit einer eher verhalteneren Teilnehmerzahl beim Benefizlauf, hätte auch der Vorsitzende des Laufsportvereins Peter Hoffmann nicht mit dem endgültigen Ergebnis gerechnet. „Wenn es gut läuft, haben wir mit knapp der Hälfte gerechnet“, sagt er. „Für uns ist das wirklich Luxus“, beteuert Ines Rohatsch.

Mutter dankt mit einer Video-Botschaft allen Spendern

[Video]

 

Viele Wunschkarten mit ermunternden Worten

Heute geht’s für Max und seine Mutter zum Sanitätshaus. Die letzten Absprachen und Einstellungen für das Rad, das Max zu mehr Selbstsicherheit verhelfen soll. Bereits an Weihnachten könnte der Junge das Rad nutzen. „Er muss erst sehen, dass nichts passieren kann“, weiß Ines Rohatsch ihren Spross gut einzuschätzen. Erst mit diesem Gefühl im Nacken soll der Mut zum eigenen Fahren und sein Interesse an Landschaftstouren kommen. Ein bereits angeschafftes Therapiefahrrad nutze er aus Angst bislang nicht.

Mit den Geldspenden kamen auch die Wunschkarten. „Jede einzelne bedeutet mir viel“, bedankt sich Ines Rohatsch für die darin ermunternden Worte. Rohatschs einstige Azubis sind für ihren Sohn gelaufen und haben gespendet. Besonders berührend: „Sogar meine ehemalige Hortnerin hat mit über 90 Jahren auch eine Karte geschickt, obwohl sie nicht mehr so gut schreiben kann“, zeigt sie eine Karte mit motivierendem Spruch.

Neue Aktion für Sietower Schule

Noch immer gingen Geldspenden ein – sowohl auf dem Konto des Laufsportvereins (diese werden auch künftig noch an die Familie weitergeleitet) als auch privat bei der Familie. Bleibe von der Gesamtsumme etwas übrig, solle es für die Schüler der Sietower Schule zur individuellen Lebensbewältigung zugute kommen. Die Schüler mögen Puppenspieler – einen solchen würde Rohatsch dann gern für alle Schulkameraden ihren Sohnes bezahlen. „Wenn das in Ordnung ist“, sagt sie und hofft auf die Zustimmung ihrer Spender. Denn sie allein hätte aus Scham niemals von der Möglichkeit einer Benefizaktion Gebrauch gemacht.

Auch im nächsten Jahr möchte der Laufsportverein wieder einen notwendigen Wunsch erfüllen. Ein möglicher Profiteur ist schon jetzt im Spiel: die Sietower Schule.

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