HILFSAKTION

▶ Müritzer Spenden im Katastrophengebiet ausgeladen

Zwei Müritzer haben mit einem voll beladenen 40-Tonner Hilfsgüter nach Rheinland-Pfalz gebracht. Doch sie bleiben nicht so lange wie geplant.
Die Hochwasserhilfe der Müritzer für Rheinland-Pfalz ist angekommen.
Die Hochwasserhilfe der Müritzer für Rheinland-Pfalz ist angekommen. Janto Böhme ZVG
Den Müritzern boten sich auch Tage nach dem Unwetter erschreckende Bilder.
Den Müritzern boten sich auch Tage nach dem Unwetter erschreckende Bilder. ZVG
Waren ·

Die Spendenfahrt mit einem 40-Tonner von der Müritz ins Hochwassergebiet von Rheinland-Pfalz hat ihr Ziel erreicht. Die Spenden der Müritzer für Menschen in überschwemmten Gemeinden sind am Freitag nach einigem Hin und Her in Bad Neuenahr-Ahrweiler angekommen. „Die Feuerwehr Bad Neuenahr-Ahrweiler leitete uns zu einem zentralen Sammelpunkt”, sagte der 28-jährige Janto Böhme, der die Aktion initiiert hatte, am Freitagnachmittag. Dort hatten Feuerwehr, THW, Johanniter und DRK ihr Lager aufgeschlagen. Dort wurde der 40-Tonner entladen. Lebensmittel und Co. werden von dort dann in kleinere Gemeinden gebracht, beschrieb Böhme das Prozedere.

 

In den Tagen zuvor waren in Waren und Malchow zwei zentrale Sammelpunkte für haltbare Lebensmittel, Wasser, Hygieneprodukte und Co. eingerichtet worden. Unter anderem brachten mehrere Pflegedienste neben Handschuhen, Desinfektionsmittel auch Hygieneprodukte wie etwa Windelhöschen für Senioren vorbei. Am Donnerstagabend ging dann der 40 Tonner mit den Spenden auf Tour.

Einige Gebiete abgeriegelt

Der Standort Bad Neuenahr, an dem dann ausgeladen wurde, ist nur rund 15 Kilometer von eigentlich anvisierten Altenahr entfernt. Dorthin waren die Müritzer aber nicht durchgekommen, weil einige Gebiete wegen erneut angekündigter Unwetter abgeriegelt wurden. Janto Böhme und sein Mitfahrer Sandro Baaken hatten daher zunächst eine kleine Odyssee erlebt. Von verschiedenen Stellen waren sie laut Böhme hin- und hergeschickt worden – von Ahrweiler in den Rhein-Erft-Kreis zum Nürburgring und wieder zurück.

Großes Gerät wird gebraucht

Bei strahlendem Sonnenschein konnten Janto Böhme und Sandro Baaken aber schließlich doch ausladen. Und eigentlich wollten sie erst am Sonntagmittag aus dem Krisengebiet wieder gen Heimat fahren und vorher bei den Aufräumarbeiten mit anpacken. Dafür hatten sie extra Schaufeln und Besen mit eingepackt. Doch das Engagement wurde ausgebremst. Einsatzkräfte und Helfer seien genug vor Ort. „Wir haben gesehen, dass den Menschen hier ausreichend geholfen wird. Was jetzt gebraucht wird, ist großes Gerät, um Müll und Schlamm zu beseitigen”, so Böhme. Auch das Angebot der Müritzer, ihre Dienste als Kraftfahrer für Radlader und Co. zur Verfügung zu stellen, lehnten die Einsatzkräfte vor Ort dankend ab.

 

 

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Kommentare (1)

Moin.
Janto und Sandro wollten auf dem natürlichen Weg,ohne Schwielen,aber mit runden Hosentaschen nach Hause fahren.
Gute Reise.