Karin Franz vom Müritzeum, der Leiter des Forstamtes Stavenhagen, Ralf Hecker, und Anne-Katrin Höhle vom vom Landest
Karin Franz vom Müritzeum, der Leiter des Forstamtes Stavenhagen, Ralf Hecker, und Anne-Katrin Höhle vom vom Landestourismusverband bei der Übergabe der Zertifikate für Familienfreundlichkeit in M-V. Miriam Brümmer
Zertifizierung

Müritzeum und Ivenacker Eichen als familienfreundlich ausgezeichnet

Sie waren familienfreundlich und sind es noch. Zwei Ausflugsziele in der Region wurden wiederholt für dieses Merkmal ausgezeichnet.
Waren

Gut 90 Urlaubsorte und Gastgeber konnten bisher als besonders familienfreundlich vom Landestourismusverband ausgezeichnet werden. Davon sind in diesem Jahr 13 Objekte neu oder wiederholt zertifiziert worden. Zwei aus der Seenplatte stammende Unternehmen bekamen Donnerstagnachmittag ihr Zertifikat von Anne-Katrin Höhle vom Landestourismusverband überreicht. Müritzeums-Sprecherin Karin Franz und Ralf Hecker, Leiter des Forstamtes Stavenhagen, wozu die vom Verband zertifizierten Ivenacker Eichen gehören, nahmen es entgegen.

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Beratung gelobt

„Für mich ist ganz wichtig, dabei die Beratungsleistung vom Tourismusverband“, so der Forstamtsleiter. Die Fachleute würden den Unternehmen den Spiegel vorhalten. Es sei sehr angenehm, wenn Externe noch einmal unter dem Aspekt draufgucken: „Was kann man besser machen? Wo kann man sich weiterentwickeln? Das ist für uns gut“, beschrieb er die Zusammenarbeit. Dem schloss sich Karin Franz an, denn jede Rezertifizierung sei ein Grund, intensiver zu schauen, „haben wir alles getan, dass wir auch weiterhin familienfreundlich sind. Das ist für uns wichtig, denn wir sind ein Angebot, das sich an die ganze Familie richtet.“

Restaurant musste sich auch überprüfen lassen

Zwar werde täglich geprüft, ob alles den Standards entspreche. Mit einem Prüfprotokoll sei der Blick jedoch noch etwas kritischer, sagte sie. Zum Zertifizierungsprozess gehört auch, dass sich das Restaurant „Fischers Küche“ angeschaut wurde. Nur mit dessen Angebot und Arbeitsweise in Gemeinschaft habe das Müritzeum die Zertifizierung bekommen. „Fischers Küche“ musste sich schließlich dazu ebenfalls dem Prüfverfahren unterziehen, betonte Karin Franz weiter. Ähnlich ist das bei dem touristischen Hotspot Ivenacker Eichen, wo das durch die Tochtergesellschaft „Waldservice und Energie GmbH“ betriebene „Café im Tiergarten“ Gastronomiepartner ist.

Tests werden nicht angekündigt

Bestandteil der Zertifizierung ist die Selbstauskunft des Bewerbers im Vorfeld, worauf sogenannte „Mystery Checks“, also unangekündigte Tests erfolgen. Bei diesen Blindtests wird geprüft, ob die eigenen Angaben stimmen, informierte Anne-Katrin Höhle. Darauf folgt ein Ortstermin, bei dem die Ergebnisse des Tests und die Angaben des Bewerbers ausgewertet werden. Die Kriterien werden im Laufe der Zeit immer wieder überarbeitet. Bei der jüngsten Bewerberrunde gab es keine Anpassungen. Derzeit wird der Fragenkatalog für die nächste Runde überarbeitet, weil sich die Ansprüche der Gäste verändert haben, teilte Anne-Katrin Höhle mit. So sei zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit zu Beginn der Zertifizierung noch nicht so präsent gewesen. Jetzt sei es ein unabdingbarer Punkt im Zertifizierungsprozess. Dieser Bereich ist bei der jüngsten Anpassung dazugekommen und sei für die nächsten Jahre noch ausbaubar.

2005 zum ersten Mal verliehen

Das Siegel wurde im Jahr 2005 zum ersten Mal im Rahmen des Landeswettbewerbes „Familienfreundlicher Urlaub“ vergeben. Seit 2008 ist es ein Siegel des Qualitätsmanagements für Familienurlaub. Familienfreundlichkeit wird dabei nicht nur aus Gästesicht, sondern auch aus dem Blickwinkel der Mitarbeiter bewertet. „Das ist so wichtig, dass man da immer mal draufschaut“, ob es noch immer so ist oder ob für die Mitarbeiter was verbessert werden kann. Das werde mit der Zertifizierung wieder ins Gedächtnis geholt, so die Müritzeums-Sprecherin.

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