Hafen-Umbau in Waren

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Müritzgrund verschlingt mehr Geld als geplant

Millimeterarbeit, die teurer wird, als beim von vielen Schaulustigen bestaunten ersten Rammschlag befürchtet: Die bis zu 40 Meter langen Pfähle müssen mit einem aufwendigen Verfahren in den Müritzgrund vibriert werden.
Millimeterarbeit, die teurer wird, als beim von vielen Schaulustigen bestaunten ersten Rammschlag befürchtet: Die bis zu 40 Meter langen Pfähle müssen mit einem aufwendigen Verfahren in den Müritzgrund vibriert werden.
Thomas Türülümow

Was in der Gerüchteküche rund um den Warener Hafen bereits seit Wochen kolportiert worden war, hat Bürgermeister Norbert Möller jetzt offiziell bestätigt: Beim Umbau des Hafens entstehen Mehrkosten – allerdings fallen diese geringer aus als befürchtet. 

Der glitschige Grund der Müritz kostet die Stadt Waren viel Geld. Mehr als ursprünglich veranschlagt worden war. Das Rammen und die schwierige Gründung der Pfähle für die beiden neuen Molen treiben die Kosten des ursprünglichen 8,35-Millionen-Projektes in die Höhe. Vor den Stadtvertretern nannte Bürgermeister Norbert Möller erstmals konkrete Zahlen. „Runde 250 000 Euro müssten nach dem aktuellen Stand mehr investiert werden“, berichtete der Bürgermeister.

Allerdings milderte Möller die Mehrkosten zugleich ab: „Wir haben durch eine geänderte Herstellung von Schalungsträgern und eine optimierte Geländeausführung an den Molen auch Geld eingespart.“ Rechnet man Mehrkosten und Einsparungen gegeneinander auf, würde sich die Gesamtinvestitionssumme von 8,35 Millionen Euro um 131 000 Euro auf dann 8,48 Millionen Euro erhöhen. Stand jetzt, Anfang Mai 2015. Denn: Bisher ist erst ein Viertel der geplanten Gesamtsumme in den Tiefen von Deutschlands größtem Binnensee verbuddelt worden. Experten schließen nicht aus, dass sich im weiteren Verlauf des Großprojektes weitere Mehrkosten ergeben könnten.

Um für größtmögliche Transparenz auf der Baustelle zu sorgen, bot Möller allen Stadtvertretern – aber auch Bürgern – an, das Areal rund um den Hafen zu besichtigen. Dann könnten gezielt Fragen an die bauausführenden Firmen gestellt werden. Möller berichtete, dass er regelmäßig auf der Baustelle sei, um sich auf dem Laufenden zu halten. Bei seinem Besuch hat der Bürgermeister erfahren, dass die Baumaßnahme drei Wochen hinter dem vorgesehenen Zeitplan liegen würde. Grund: Die Frühjahrsstürme in den Tagen um Ostern hätten die Baustelle eine Woche stillgelegt. Diese Verzögerung würde aber wieder aufgeholt – der Fertigstellungstermin am 15. Oktober 2016 sei nicht gefährdet, teilte der Bürgermeister mit.

Kommentare (1)

Für die kleine Ortschaft Waren viel zu groß der neue Hafen und die Kosten laufen davon.Und die Bürger werden wieder irgendwann zur Kasse gebeten, in Zukunft. Der scharmante Flair verschwindet endgültig aus Waren . Für weniger Geld wäre was sinnvolles in Waren zu bauen.Zum Beispiel eine große Sporthalle. Für Einheimische und Urlauber zugleich.Schöne Bänke gibt es nicht mal auf den Markt zum relaxen. usw.