IN WAREN

Mutiger Zeuge stoppt Trunkenheitsfahrt – Fahrer greift Polizisten an

Beinahe wäre ein betrunkener Autofahrer den Beamten entwischt. Doch ein Zeuge hielt ihn auf.
Einen betrunkenen Fahrer mussten Polizisten in Waren bändigen (Symbolfoto).
Einen betrunkenen Fahrer mussten Polizisten in Waren bändigen (Symbolfoto). © NIKOLAS-HOFFMANN - stock.adobe.com
Waren.

Der Polizei ist am Donnerstagnachmittag ein Autofahrer gemeldet worden, der auf der Bundesstraße 192 zwischen Sietow und Waren Schlangenlinien fuhr, auf der Gegenspur unterwegs war und das Überholverbot missachtete. Ein Zeuge konnte den Beamten den Fahrzeugtyp und das Kennzeichen melden, sodass die Beamten das Fahrzeug wenig später in der Springer Straße in Waren im Gegenverkehr aufspürten. Weil die Polizei nicht sofort umdrehen konnte, verloren sie kurzzeitig das Auto aus den Augen und fuhren direkt zu der bekannten Anschrift des Fahrzeughalters. Als die Beamten dort ankamen, sahen sie, wie der Fahrer versuchte, rückwärts in die Hofeinfahrt zu fahren. Dabei stieß er mit dem Fahrzeugheck gegen den Zaun des Grundstückes.

Zeuge nimmt dem Fahrer Schlüssel ab

Ein couragierter und aufmerksamer Zeuge war dem Fahrzeug ebenfalls gefolgt und hatte versuchte, den Fahrer zum Anhalten zu bringen. Als der Fahrer weiter rückwärts gegen den Zaun fuhr, ging der Zeuge zu dem Fahrzeug, beugte sich durch das geöffnete Fahrerfenster und zog den Zündschlüssel ab. Den Schlüssel übergab er sofort an die Polizeibeamten. Die Beamten haben bei dem 61-jährigen Fahrzeugführer starken Atemalkoholgeruch und eine verwaschene Aussprache wahrgenommen. Er konnte den Worten der Beamten nur schwer folgen, sichohne abzustützen nur schwer auf den Beinen halten und hatte deutliche Probleme, dass Atemalkoholmessgerät zu bedienen. Nach mehreren Versuchen zeigte das Gerät einen Promillewert von 1,45 Promille an.

Weitere Polizisten zur Unterstützung gerufen

Als die Beamten dem 61-Jährigen die Rechtslage erläuterten, reagierte der Mann ungehalten und versuchte zu flüchten. Als die Beamten ihn an der Flucht hindern wollten, schlug er in Richtung eines Beamten, der den Schlag aber abwehren und den Tatverdächtigen zu Boden bringen konnte. Auch dann leistete er weiter erheblichen Widerstand. Darum fesselten die Beamten den Mann, um weitere Widerstandshandlungen zu unterbinden. Zur Unterstützung kamen weitere Kräfte des Polizeihauptreviers Waren zum Einsatz.

Spuren am Auto gesichert

Der 61-Jährige wurde in das Müritzklinikum zur Blutprobenentnahme gefahren. Der Führerschein wurde beschlagnahmt. Der Tatverdächtige wurde nach der Belehrung, dass er nun kein Fahrzeug mehr im öffentlichen Straßenverkehr führen darf, aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.Bei der Überprüfung haben die Beamten mehrere Schäden an dem Fahrzeug des Tatverdächtigen festgestellt. Es erfolgte die Spurensicherung am Fahrzeug, um mögliche Verkehrsunfälle im Nachhinein aufklären zu können. Auf Nachfrage gabder 61-Jährige an, dass er in Röbel gegen etwas gefahren sei. Da er aber nicht angehalten hat, wisse er nicht, was das war und welcher Schaden genau entstanden ist. Nach der Spurensicherung an dem Fahrzeug wurde der Fahrzeugschlüssel an die Ehefrau des 61-Jährigen übergeben. Der Mann muss sich wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.Die Polizei bedankt sich bei dem couragierten Zeugen. Bürger, die weitere Angaben zu der Trunkenheitsfahrt machen können oder Beschädigungen festgestellt haben, melden sich bitte bei der Polizei in Waren unter 03991-176 224.

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