Henning Muske (links) und Thomas Werner. Foto: K.Freitag
Henning Muske (links) und Thomas Werner. Foto: K.Freitag Kathrin Freitag
Fußball

Nach dem Rücktritt – Trainer von Nossentiner Hütte bezieht Stellung

Ingmar Nehls hat mit Henning Muske über seinen Trainerrücktritt beim SFV Nossentiner Hütte gesprochen.
Nossentiner Hütte

Herr Muske, wie hat die Mannschaft die Entscheidung Nicht-Aufstieg und Rücktritt aufgenommen?

Nach meinem Rücktritt habe ich mich von meiner Mannschaft persönlich verabschiedet. Es hat mich sehr bewegt, wie viel Anerkennung und Wertschätzung ich in den darauf folgenden Tagen, die auch für mich nicht einfach waren, von vielen Spielern erfahren habe. Der Nicht-Aufstieg war dadurch aber kein großes Thema mehr.

 

Wann hat der Verein vom Rücktritt erfahren?

Drei Tage, nachdem der Vorstand den Beschluss gefasst hatte.

 

Wie schwer ist Ihnen der Rücktritt gefallen?

Wer mich kennt, weiß, was mir Hütte bedeutet hat und wie viel Zeit und Leidenschaft ich in meine dortigen Aufgaben gesteckt habe. Es kann sich also jeder ausmalen, wie schwer mir diese Entscheidung gefallen ist und wie weh mir dieser Schritt tat.

 

Was war ausschlaggebend?

Die Gründe für den Rücktritt möchte ich nicht preisgeben. Die sind Sache zwischen dem Verein und mir. Der eine oder andere wird jetzt vielleicht denken, dass wir zurückgetreten sind, weil wir unbedingt aufsteigen wollten. Dem ist aber nicht so. Der Verein hat ja selbst verlauten lassen, dass er eine Entscheidung zum Thema Aufstieg treffen musste. In diese wurden mein Co-Trainer Thomas Werner und ich jedoch zu keinem Zeitpunkt einbezogen, obwohl wir als verantwortliche Trainer auch unseren Anteil am sportlichen Erfolg der letzten Jahre und dieser überragenden aktuellen Saison hatten. Das hat uns, und vor allem mich, der in den vergangenen zehn Jahren sehr viel für den Verein gemacht hat, sehr tief getroffen.

 

Gönnen Sie sich eine Pause oder haben Sie Lust auf eine neue Herausforderung?

Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Ich muss das alles erst einmal verarbeiten und mir dann Gedanken machen.

 

Bleiben Sie dem Verein als Mitglied oder in irgendeiner Funktion treu?

Ich bin nach wie vor Mitglied. Bis zum Saisonende helfe ich noch in der E-Jugend aus, auch, weil mein Sohn dort spielt.

 

Ist das Tischtuch zerschnitten oder eine Rückkehr denkbar, wenn Gras drüber gewachsen ist?

Das ist so kurz nach der Trennung, die sicher für beide Seiten nicht einfach ist, schwer zu sagen. Klar, ich gehe mit einer großen Portion Enttäuschung und Wehmut, aber nicht im Groll. Ich habe Hütte ja auch sehr viel zu verdanken. Dort habe ich meine ersten Schritte als Trainer gemacht, durfte meine Vorstellungen der Nachwuchsarbeit umsetzen und schließlich wurde mir ja auch die Chance gegeben, erstmals eine Männermannschaft zu trainieren. Insgesamt waren es zehn tolle und vor allem sehr erfolgreiche Jahre. Das werde ich nie vergessen.

 

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