ADAC gibt Auskunft

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Nach Unfall mit Flixbus auf A19: Wie sicher sind Fernbusse?

Ein Flixbus war auf der A19 von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt.
Ein Flixbus war auf der A19 von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt.
Petra Konermann

Nach dem schweren Busunglück mit vielen Verletzten auf der A19 am Freitag, hat sich der ADAC zu Wort gemeldet und eine Einschätzung zur Sicherheit von Fernbussen abgegeben.

Trotz des auf der A19 in Richtung Berlin verunglückten Fernbusses (Flixbus) mit mindestens 16 Verletzten sieht der Automobilclub ADAC kein Sicherheitsproblem bei Fernbussen. „Das Risiko, mit einem Reisebus zu verunglücken, ist 14 Mal geringer als mit dem eigenen Auto”, sagte der Sprecher des ADAC Hansa Christian Hief, am Freitag.

„Fernbusse sind sicher.” Nach der Bahn seien sie das sicherste Verkehrsmittel. Die Zunahme von Busunfällen in den vergangenen Jahren liege vor allem an der stark gestiegenen Zahl von Busreisen. So seien in Deutschland mittlerweile weit mehr als 20 Millionen Fahrgäste pro Jahr mit den Bussen unterwegs, sagte Hief.

Fahrgäste sollten aufmerksam bleiben

Die Ursachen seien in der Regel keine technischen Mängel, sondern meist trotz zahlreicher gesetzlicher Regelungen der „Faktor Fahrer”. Durch Assistenzsysteme seien gerade moderne Busse aber trotzdem sehr sicher. Fahrgäste sollten trotzdem aufmerksam bleiben, empfahl Hief. Wenn Reifen oder das gesamte Fahrzeug in jämmerlichen Zustand seien, solle man besser nicht ein- oder bei der nächsten Gelegenheit aussteigen.

Gleiches gelte, wenn der Fahrer einen übermüdeten, unkonzentrierten oder vielleicht sogar angetrunkenen Eindruck mache. „Wenn ich ein ungutes Gefühl habe, sollte man auf seinen Instinkt vertrauen”, sagte Hief. „Aber das wichtigste ist: Es gibt eine Anschnallpflicht in Bussen und die ist nicht ohne Grund da.” Im Ernstfall könne der Beckengurt Leben retten.

Unfall auf der A19

Bei dem Unfall auf der A19 bei Linstow ist ein Flixbus aus bisher unbekannter Ursache in einen Graben gefahren und umgekippt. 16 Menschen wurden dabei schwer bis mittelschwer verletzt, sie wurden in umliegende Kliniken gebracht. Etwa 60 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Sie betreuten und versorgten auch die 47 weiteren Fahrgäste des Fernbusses, die unverletzt geblieben sind. Die A19 war während des Rettungseinsatzes und der Bergung des Busses in Richtung Berlin komplett gesperrt.