NACH DER FUSION

Neue Wählergemeinschaft gründet sich in Varchentin

Die Fusion war nötig, wenn auch von vielen nicht gewollt. Nun soll in Varchentin eine neue Wählergemeinschaft entstehen. Denn viele haben Angst.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Detlev Pröfrock von der Initiativgruppe ist mit dabei, wenn am Freitag eine neue Wählergemeinschaft gegründet werden soll.
Detlev Pröfrock von der Initiativgruppe ist mit dabei, wenn am Freitag eine neue Wählergemeinschaft gegründet werden soll. Nadine Schuldt
Carolinenhof.

Die Fusion mit Groß Plasten konnte die Initiativgruppe aus der Gemeinde Varchentin nicht verhindern. Um nun zu vermeiden, dass die Belange kleinerer Ortsteile wie Carolinenhof in der größeren Kommune nicht richtig gehört werden, soll jetzt eine Wählergemeinschaft gegründet werden. „Die Gründung soll am 8. Februar in Carolinenhof im Herrenhaus um 20 Uhr erfolgen“, sagt Detlev Pröfrock, Mitglied der Initiativgruppe.

Die hatte sich bereits im Dezember gegründet. Sie forderte ein Aussetzen der Fusion und startete ein Bürgerbegehren. 161 Unterschriften kamen zusammen – über die Hälfte von Varchentins Einwohnern. Doch es wurde aufgrund eines Formfehlers abgeschmettert. Weil so viele Unterschriften zusammen kamen, hätte die Gemeindevertretung von sich aus auch einen Bürgerentscheid ins Leben rufen können, so Pröfrock. Ihn stimme es nachdenklich, dass die Gemeindevertreter dies nicht taten und eine Chance verpassten, die Bürger mitzunehmen.

Vor der Kommunalwahl

Detlev Pröfrock erklärt zudem, dass auch nach der Fusion ein Dissens über die Frage der Eigenständigkeit der Varchentiner Ortsteile bestehen bleibe. Bürgermeisterin Jana Düring hatte dagegen betont, dass die Gemeinde keine Eigenmittel mehr habe und eine Fusion dringend nötig sei.

Die Initiativgruppe blickt nun nach vorn – mit der Neugründung vor der Kommunalwahl. „Wir konzentrieren uns darauf, als Wählergemeinschaft die Interessen der Ortsteile nachhaltig zu vertreten“, kündigt Detlev Pröfrock an.

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