WECHSEL

Neuer Amtswehrführer ist auch von Beruf ein Feuerwehrmann

Nach 13 Jahren gibt der Amtswehrführer seinen Posten ab. Der Neue heißt Thomas Bruder. Er schätzt die Gemeinschaft in der Feuerwehr und will öfter bei den Kollegen vor Ort sein.
Thomas Bruder (M.) und seine Stellvertreter Thomas Höhlein (r.) sowie Mirko Weber werden nun die Geschicke der Feuerwehr
Thomas Bruder (M.) und seine Stellvertreter Thomas Höhlein (r.) sowie Mirko Weber werden nun die Geschicke der Feuerwehr auf Amtsebene führen. Nadine Schuldt
Der scheidende Kreiswehrführer Norbert Rieger (l.) dankte Bodo Burk für seine 13-jährige Tätigkeit als Amt
Der scheidende Kreiswehrführer Norbert Rieger (l.) dankte Bodo Burk für seine 13-jährige Tätigkeit als Amtswehrführer für das Amt Röbel-Müritz. Nadine Schuldt
Der scheidende Amtswehrführer Bodo Burk (l.) wünscht seinem Nachfolger Thomas Bruder viel Glück und Tatkraft in
Der scheidende Amtswehrführer Bodo Burk (l.) wünscht seinem Nachfolger Thomas Bruder viel Glück und Tatkraft in seiner neuen Funktion. Nadine Schuldt
Röbel.

Thomas Bruder ist der neue Amtswehrführer des Amtes Röbel-Müritz. Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Schwarz übernimmt das Amt von Bodo Burk, der sich nach 13 Jahren von diesem Posten zurückzieht. 19 Wehrführer oder deren Stellvertreter wählten deshalb am Montagabend in der Röbeler Feuerwache seinen Nachfolger. Auch die Stellvertreter wurden bestimmt. Bei der Wahl zum ersten Stellvertreter-Posten setzte sich Krümmels Wehrführer Thomas Höhlein gegen Wredenhagens Wehrführer Mirko Weber durch. Im Wahlgang zum zweiten Stellvertreter stimmten die anderen Wehrführer dann mehrheitlich für Mirko Weber.

Als Schüler begonnen

Thomas Bruder trat als einziger Kandidat für den Posten des Amtswehrführers an. Er erhielt von den anwesenden 19 Leitern der anderen amts-angehörigen Wehren 16 Stimmen. „Bodo hatte mich bereits im vergangenen Jahr gefragt“, sagte Thomas Bruder. Damals bat er sich noch eine gewisse Bedenkzeit aus. Verständlich. Der 45-Jährige ist Vater einer 17-jährigen Tochter und eines neunjährigen Sohnes. Solch ein Posten stelle einen harten Einschnitt für die Familie dar.

Dabei ist Thomas Bruder schon seit der Schulzeit Mitglied der Feuerwehr. „Der Sohn des damaligen Bürgermeisters Christian Stehlmann und ich waren Klassenkameraden und durch seinen Vater sind wir in der Freiwilligen Feuerwehr Schwarz gelandet“, erinnert sich Bruder, der lange Jahre auch hobbymäßig Basketball spielte, an die Anfangszeit. Danach habe er dann ziemlich fix die verschiedenen Ausbildungen wie Truppenführer gemacht. 1999 bestand Bruder den Gruppenführer-Lehrgang. Allerdings zog es ihn dann aus beruflichen Gründen nach Hamburg und Brandenburg. Erst 2013 kam er mit seiner Familie wieder zurück nach Schwarz. Kaum war er da, war er auch schon wieder Mitglied der Schwarzer Feuerwehr. Ziemlich schnell wurde er auch deren Wehrführer. Weitere Qualifikationen wie die zum Zug- und Verbandsführer folgten. Ehrenamtlich ist er zudem noch als stellvertretender Bürgermeister aktiv.

Bei der Bundeswehr angestellt

Thomas Bruder ist allerdings nicht nur privat in der Feuerwehr aktiv. Seit vielen Jahren ist er bei der Berufsfeuerwehr der Bundeswehr angestellt, ist derzeit beim Truppenübungsplatz Klietz eingesetzt. Dort habe er häufig mit Flächen- und Waldbränden zu tun, sagt Bruder.

Bruder übernimmt das Ehrenamt Anfang 2021

Als Amtswehrführer sei es ihm wichtig, dass jede Freiwillige Feuerwehr ihrer Ausbildungspflicht nachkomme. Damit das auch funktioniere, wolle er die Kameraden nicht nur motivieren, sondern bei ihnen auch hospitieren. „Dadurch kann man auch Lösungsansätze anbringen“, umriss Bruder ein Vorhaben, auf das er sich künftig stärker fokussieren möchte. Mit Blick auf die Digitalisierung sagt er, dass er stets für eine zeitgemäße Ausstattung der Feuerwehren sorgen wolle. An der Feuerwehr begeistere ihn vor allem die Gemeinschaft. „Es bewegen sich alle auf Augenhöhe.“ Es gehe nur im Team, betont er.

Seine neue Tätigkeit startet jedoch erst im neuen Jahr. Bis zum Jahresende sei noch Bodo Burk im Amt. Der Grund: Die Bürgermeister und einige Gemeindevertreter des Amtsausschusses müssen auf ihrer nächsten Sitzung Anfang Dezember den neuen Amtswehrführer und seine Stellvertreter noch bestätigen.

Mehr Zeit für die eigene Wehr

Der alte Amtswehrführer Bodo Burk wird sich mit der Aufgabe des Postens noch lange nicht aus dem Feuerwehr-Geschehen zurückziehen. „Ich habe nun mehr Zeit für die Rechliner Wehr“, sagte Burk, der auch Wehrführer in Rechlin ist. Darüber hinaus habe er nun endlich auch mehr Zeit für die Enkelkinder. Auch seinen Hobbys wie Segeln und Fußballspielen will er nun mehr Raum geben.

 

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