Bürgermeister-Wahl

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Neuer Chef von Malchow gesucht

Die neue Drehbrücke ist ein Malchower Wahrzeichen. Die Stadt wird im nächsten Jahre  einen Bürgermeister wählen.
Die neue Drehbrücke ist ein Malchower Wahrzeichen. Die Stadt wird im nächsten Jahre  einen Bürgermeister wählen.
Simone Pagenkopf

Trauen sie ihren eigenen Leuten nicht? Die ersten drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt stehen in den Startlöchern. Jetzt wird aber auch über die Stadtgrenzen hinaus noch nach Bewerbern geforscht.

Kalt wird er ganz bestimmt nicht, der Chef-Sessel in der Inselstadt. Am 7. Juli nächsten Jahres will Bürgermeister Joachim Stein ihn räumen, nach 21 Jahren. Er hat genug. Daraus macht der Grünen-Politiker keinen Hehl. Potenzielle Nachfolger stehen aber schon in den Startlöchern. Drei, um genau zu sein. Jedenfalls bisher. CDU, Grüne und SPD haben ihre Kandidaten für die Wahl am 26. April benannt. Die Linken dürften folgen. Es gibt also in der Stadt schon mal keinen Mangel an Kommunalpolitikern, die das Zepter in die Hand nehmen wollen. Aber das allein reicht offenbar nicht. Jetzt wird der Posten des Bürgermeisters für Mann oder Frau nämlich noch öffentlich ausgeschrieben. Usus ist das nicht. Die Warener zum Beispiel hatten an einer öffentlichen Ausschreibung kein Interesse, weil es schon vier Bewerber gab. Auch in Penzlin war sie kein Thema. Malchow dagegen zieht sogar große Kreise. Neben der Internetpräsentation der Stadt wird unter anderem auch in der Verbandszeitschrift des Städte- und Gemeindetages M-V auf den frei werdenden Chef-Posten aufmerksam gemacht.

Jede Menge Wünsche

Und das gespickt mit ein paar Wünschen: „Gesucht wird eine dynamische, zielstrebige, verantwortungsbewusste, einsatz- und entscheidungsfreudige sowie durchsetzungsfähige Persönlichkeit, die Erfahrungen in der Kommunalpolitik hat und mit Umsicht, Tatkraft, Verhandlungsgeschick und Organisationstalent in der Lage ist, in Zusammenarbeit mit den Stadtvertretern die Entwicklung der Stadt Malchow zu fördern und die Verwaltung bürgernah, leistungsorientiert und wirtschaftlich zu führen.“ So wird in der Ausschreibung zu lesen sein. Ein erfolgreich abgeschlossenes verwaltungswissenschaftliches Studium wäre auch gut. Und außerdem sei erwünscht, dass der Mann oder die Frau an der Spitze der Stadt kulturell und sportlich interessiert ist. In Malchow zu wohnen oder eben dorthin zu ziehen, versteht sich bei einer Bewerbung da fast schon von selbst.

Aber wie gesagt, das sind Wünsche, keine Bedingungen für den Platz auf dem Chef-Sessel. Das letzte Wort haben ohnehin die Malchower selbst. Die wählen nämlich ihr Stadtoberhaupt am 26. April oder, wenn nötig, mit einer Stichwahl am 10. Mai 2015. Spannend bleibt, wie viele Namen am Ende auf dem Wahlschein stehen. Die Wahlvorschläge müssen bis spätestens 12. Februar eingereicht werden.