Neuer Spielplatz eingeweiht

:

Neuer Spielplatz nach fünf Jahren

Knapp 31 000 Euro wurden in den neuen Spielplatz investiert, der nun weitestgehend aus Holz besteht.
Knapp 31 000 Euro wurden in den neuen Spielplatz investiert, der nun weitestgehend aus Holz besteht.
Susann Salzmann

Anwohner haben die Errichtung eines Austobeareals angeregt. Sie haben aber nicht nur gefordert, sondern in der ganzen Zeit bis zur Umsetzung immer wieder um den Bau gebangt.

Nach fünf Jahren konnte in der Ortsmitte Rockow nahe Möllenhagen endlich gespielt werden. Der neue Themenspielplatz „Unterwasserwelten” wurde seit Freitagnachmittag von Kindern im Ort in Beschlag genommen. Sowohl Netzschaukel als auch eine Seilbahn und ein Schiff samt Ausguck und Rutsche zum Bug hinunter gehören zu den neuen Anziehungspunkten des Spielplatzes, der weitestgehend aus witterungsbeständigem Robinienholz gefertigt worden ist.

Rund 33 000 Euro waren für das kinderfreundliche Areal, zu dem ebenfalls ein hübsch gemachter Fußballplatz mit hölzernen Toren gehört, angedacht. Letztlich wurde es sogar 2000 Euro günstiger als geplant, verkündete Möllenhagens Bürgermeister Thomas Diener. Die wurden an den Hauptmittelgeber – der Leader-Aktionsgruppe Müritz zur Förderung der Entwicklung ländlicher Regionen – zurückgezahlt. Über die Jost-Reinhold-Stiftung und den Fonds „Amt Penzliner Land” kamen nochmals 5400 Euro zusammen. Die Unterstützung durch die Stiftung war für die Gemeinde Möllenhagen unglaublich wichtig, denn zu dem Zeitpunkt, als Anwohner diesen Spielplatz anregten, befand sich die Gemeinde Möllenhagen im unausgeglichenen Haushalt. Es hätte ohne diese Hilfe von außen erst gar nicht den Eigenanteil aufbringen können, der für die Inanspruchnahme der Leader-Mittel notwendig gewesen wäre.

Der Platz soll künftig nicht nur den knapp 20 Kindern gehören, die in der etwa 150-Seelen-Ortschaft aufwachsen, sondern den Heranwachsenden der Nachbargemeinden und grundsätzlich allen Generationen. Schon beim Aufbau halfen die Anwohner rührig. Mindestens 14 Tage hätten Dutzende für den Spielplatz mit angepackt, lobte Ute Weiser von der Anwohnerinitiative den Einsatz „ihrer Schäfchen”. Ältere, die nicht angepackt haben, hätten finanzielle Mittel gespendet. Mit denen sollen unter anderem weitere Bäumchen als Schattenspender gesetzt werden. Ohne fremde Finanzmittel, aber mittels kräftiger Eigenmotivation sollen durch die Anwohner zeitnah weitere Bänke gefertigt und aufgestellt werden, so Weiser. Fortan soll der Platz als Mehrgenerationenareal genutzt werden – auch abseits der dörflichen Festivitäten.