SICHERHEITSKONZEPT FÜR FUSION-FESTIVAL

Noch 31 Auflagen sind für die Fusion zu klären

Auch wenn die Polizei jetzt schon Zustimmung signalisiert hat – die Fusion-Veranstalter haben noch einige Auflagen abzuarbeiten. Über zwei ärgert sich der Kulturkosmos-Verein ganz besonders.
Susann Salzmann Susann Salzmann
Manche der nun bemängelten Punkte waren im Vorfeld bei den Veranstaltern noch gar nicht angesprochen worden, beteuert Kulturkosmos-Chef.
Manche der nun bemängelten Punkte waren im Vorfeld bei den Veranstaltern noch gar nicht angesprochen worden, beteuert Kulturkosmos-Chef. Simon Voigt
Lärz.

Laut einer „Nachbesserungsliste“ müssen die Fusion-Veranstalter vom Kulturkosmos-Verein noch insgesamt 31 Auflagen erfüllen oder nachbessern. Bis Montag, „damit wir hoffentlich am Mittwoch die Genehmigung haben“, sagte Vereinschef Martin Eulenhaupt dem Nordkurier.

Besonders ärgerlich seien Punkte auf der Liste, von denen der Veranstalter beziehungsweise dessen Sicherheitsexperten nach eigener Aussage bis zu dieser Woche noch nie etwas gehört haben. Diese vier, fünf neu hinzugekommenen Punkte hätten fairerweise früher kommuniziert werden können, so Eulenhaupt. Etwa, dass Poller automatisch heraus- oder eingefahren werden können. Damit solle gewährleistet werden, dass im Notfall keine Fluchtwege blockiert sind.

Es gibt gar keine Poller

„Wir haben auf dem gesamten Gelände keine Poller, die irgendetwas versperren könnten“, zeigt sich Eulenhaupt irritiert von der neuen Auflage, deren Sinn er in Frage stellt. Und so gebe es schlichtweg mehrere Punkte, bei denen „erst noch geklärt werden muss, wie sinnvoll sie wirklich sind“.

Die Breite der Tore im nördlichen Bereich soll dabei ebenfalls zum Gesprächsthema gemacht werden. Nach komplexen Berechnungen müssten einige Tore breiter gestaltet sein. Laut des Veranstalters seien „Tore immenser Dimensionen“ gefordert, sodass im Notfall 80 000 Personen „abgeleitet“ werden können. Eulenhaupt kann darüber nur den Kopf schütteln und führt die Größe des ehemaligen Militärflugplatzes ins Feld.

Mehr Ordner gefordert

Trete wirklich ein Krisenszenario ein, „dann sehen unsere Fluchtpläne es nicht vor, alle Leute in eine Richtung vom Gelände zu führen“. Wie auch bei anderen bemängelten Punkten scheint alles eine Frage der Formeln zu sein. Beispielsweise gebe es auch Differenzen bei der Zahl der Ordner. Das zuständige Amt Röbel-Müritz forderte zum Aufstocken auf.

Trotz aller Mängel gelang den Fusion-Machern ein wichtiger Kompromiss: „Anlasslose Bestreifung und eine Polizeiwache auf dem Gelände sind kein Bestandteil des neuen Sicherheitskonzeptes“, heißt es von Eulenhaupt. Die Einigung sieht nun anlassbezogene Streifen und eine Wache direkt neben dem Gelände, aber noch auf dem Flugplatz vor.

Eine weitere Lösung hat sich inzwischen schon angedeutet: Mit verschieden farbigen Bändchen wird die Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen von den übrigen Besuchern optisch zu unterscheiden sein.

Ob für das Konzept eine Genehmigung noch vor dem 30. Mai ausgesprochen wird, ist unklar. „Ich hoffe“, sagt aber auch Marlen Siegmund vom Röbeler Ordnungsamt.

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