Erneut in den Schlagzeilen

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27 Katzen aus „Malchower Abrisshaus“ gerettet

Erst 18, jetzt weitere neun - und noch längst sind nicht alle Katzen aus dem Haus in Malchow befreit.
Erst 18, jetzt weitere neun - und noch längst sind nicht alle Katzen aus dem Haus in Malchow befreit.
Petra Konermann

Erst 18, jetzt weitere neun - und noch längst sind nicht alle Katzen aus dem Haus in Malchow befreit, welches zuvor wegen eines umstrittenen Abrisses in den Schlagzeilen war. Für die Tierschützer ist die Rettungsaktion schwieriger als angenommen.

Die Rettung der Katzen aus einem verwahrlosten Malchower Haus ist noch nicht abgeschlossen und geht wohl auch noch in der kommenden Woche weiter. Am Mittwoch waren durch Tierschützer auf Veranlassung des kreislichen Veterinäramtes bereits 18 Tiere aus dem Gebäude gerettet worden.

Wie Margret Kuhlmann, Leiterin des Tierheimes Malchow, auf Nachfrage erklärte, wurden nun am Freitag weitere neun Katzen aus dem Wohnhaus geholt, auch mit Hilfe von Lebendfallen, weil einige Tiere scheu und schreckhaft waren und sich nicht einfangen ließen. „Aber noch haben wir nicht alle Tiere. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich in dem Gebäude noch sechs weitere Tiere befinden“, so Margret Kuhlmann weiter.

Am Donnerstag musste die Rettungsaktion unterbrochen werden. Denn das Gebäude wurde an diesem Tag durch die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises gesperrt. Es handelt sich laut Kreisverwaltung und Bürgermeister René Putzar um dasselbe Gebäude, das durch Einsturzgefahr als „Malchower Abrisshaus“ in die Schlagzeilen geraten war. „Wegen des Zustandes des Gebäudes war die Nutzung untersagt worden. Weil diese Verfügung jedoch nicht eingehalten wurde, war das Haus versiegelt worden“, erklärte Kreissprecherin Haidrun Pergande.

Gerettete Tiere in schlechtem Zustand

An diese Sperrung mussten sich auch die Tierheim-Mitarbeiter halten, so Marget Kuhlmann. „Wir haben aber inzwischen die Genehmigung, dass wir zumindest im inneren Eingangsbereich unsere Fallen aufstellen dürfen“, berichtet sie. Auch die Tiere, die am Freitag aus dem durch Katzen-Kot verdreckten Gebäude geholt wurden, seien in einem schlechten Pflegezustand, alle Katzen haben Flöhe und seien nicht gut ernährt.

Margret Kuhlmann erklärt, warum sich die vermutlich sechs verbliebenen Tiere nicht fangen lassen: „Es sind meist ältere, schlaue Tiere, die sich verstecken.“

Tierschützer hoffen auf Hilfe von Katzenfreunden

Daher haben sich die Tierschützer eine neue Strategie überlegt: Neben den Lebendfallen, die alle zwei Stunden auch übers Wochenende hinweg kontrolliert werden, wird in den nächsten Tagen weiteres Futter ausgelegt. An einem Tag, am Montag oder Dienstag, gibt es dann kein Futter, so dass die Tierschützer damit rechnen, dass sich Katzen einfangen lassen, weil sie Hunger verspüren.

Die dann wohl insgesamt 33 Katzen, die aus dem Abrisshaus geholt werden, stellen das Malchower Tierheim vor große Probleme, weil dann über 60 Katzen in der Einrichtung aufgenommen wurden und nun betreut werden müssen. „Wir schaffen es eigentlich gar nicht mehr, alle unterzubekommen. Unsere Kapazitäten sind erschöpft“, sagt Margret Kuhlmann.

Auch eine Verteilung der Katzen auf andere Tierheime sei nicht möglich. „Die sind alle selber überfüllt mit Fundkatzen“, weiß die Tierschützerin. Sie hofft nun auf Unterstützung von Tierfreunden, die das Heim mit Spenden, tatkräftiger Hilfe oder auch mit der Aufnahme von Katzen unterstützen können.

Kommentare (4)

Es gibt schon viel zu viele. 14 Milionen Singvögel werden durch sie alleine in Deutschland jedes Jahr getötet. Katzen sind Massenmörder!

tötet jedes Jahr im statistischen Mittel 30 bis 47 Vögel und 177 bis 299 kleine Säugetiere wie Hermeline. Für die Artenvielfalt sind Hauskatzen somit weitaus gefährlicher als Pestizide.

Macht Tierfutter draus fuer Zoos - oder kill

Die Katzen sind doch nie in der Natur gekommen, vor Hunger haben die keine Kraft mehr lange leben die nicht mehr