Tierheim verzweifelt
Kat(z)astrophe im Abrisshaus nimmt kein Ende

Nach den Kastrationsoperationen wird den Tieren aus dem Abrisshaus Ruhe gegönnt, damit sie sie sich von dem Eingriff erholen können. Wer eine der Katzen bei sich aufnehmen möchte, der möge sich bitte im Tierheim Malchow melden (039932 14302).  
Nach den Kastrationsoperationen wird den Tieren aus dem Abrisshaus Ruhe gegönnt, damit sie sie sich von dem Eingriff erholen können. Wer eine der Katzen bei sich aufnehmen möchte, der möge sich bitte im Tierheim Malchow melden (039932 14302).
Petra Konermann

Das sogenannte Malchower Abrisshaus sorgt weiter für unliebsame Überraschungen: Zwölf weitere Katzen wurden dort entdeckt. Insgesamt sind es nun schon 45 Tiere aus diesem Haus. Die Retter sind „fix und fertig”.

Die Tierheimleiterin Margret Kuhlmann gibt zu: „Wir sind fix und fertig.“ Denn am späten Mittwoch hatte sich herausgestellt, dass sich die Zahl der Katzen aus dem Malchower Abrisshaus weiter erhöht hat und nun bei 45 liegt. 39 Tiere, so Margret Kuhlmann gegenüber dem Nordkurier, wurden inzwischen aus dem gesperrten Gebäude geholt, sechs weitere Katzen wurden neu gesichtet.

„Die Tiere sind offenbar aus den oberen Räumen des Gebäudes gekommen. Noch vor ein paar Tagen hatten wir gehofft, dass die Rettungsaktion endlich zum Ende kommt, aber wir wurden leider eines Besseren belehrt. Wir kommen damit an unsere Grenzen, nicht nur räumlich, sondern auch was die Kraft der Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer betrifft“, sagte die Tierschützerin. Eine Helferin zum Beispiel habe sich bei der Einfangaktion verletzt, weil ein verängstigtes Tier stark zugebissen hatte. Diese Helferin, so Margret Kuhlmann, musste sich in ärztliche Behandlung begeben.

Mehr als 70 Katzen im Heim

Die Zahl der Katzen, die nun in dem Malchower Tierheim versorgt werden müssen, hat sich mit den immer neuen Katzen aus dem Abrisshaus und mit den Fundkatzen, die gerade in diesem Jahr häufig auftreten, auf nunmehr über 70 Tiere erhöht. Die Toilette, die in dem Tierheim eigentlich für Besucher mit Behinderungen vorgehalten wird, wurde zu einem Katzen-Quartier umfunktioniert.

„Das Tierheim wurde ja erst vor kurzem umgebaut und mit einem Erweiterungsbau, einem Multifunktionsgebäude ausgestattet. Hätten wir nicht so weitsichtig gebaut, ich weiß nicht, wie wir diese Situation sonst einigermaßen in den Griff bekommen könnten“, sagte Margret Kuhlmann.

Rund 9000 Euro an Kosten

Sie hat inzwischen ausgerechnet, dass sich die Kosten für die Rettungsaktion der Katzen aus dem Abrisshaus wohl auf rund 9000 Euro belaufen wird. „Daran, wie wir als Verein das alles bezahlen sollen, kann ich momentan gar nicht denken. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass die Katzen aus den unhaltbaren Zuständen in dem Gebäude herausgeholt, medizinisch versorgt und betreut werden“, sagte sie. Jede Hilfe bei der Betreuung und Pflege der geretteten Katzen sei willkommen und „Gold wert“, so Margret Kuhlmann.

Dennoch ist sie ziemlich enttäuscht: Obwohl mittlerweile bekannt sei, dass gerade das Malchower Tierheim momentan mit Katzen überbelegt ist, gebe es Leute, die der Einrichtung Fundkatzen vor die Tür stellen. „Wir waren gerade im Abrisshaus, um weitere Tiere zu holen. Als wir zurückkamen, stand ein Käfig mit drei weiteren Tieren da“, berichtete Margtet Kuhlmann.

Sie wiederholt daher ihren Appell, Fundkatzen nicht ins Malchower Heim zu bringen, sondern die Tiere vorübergehend selbst zu betreuen oder selbst für eine Unterbringung zu sorgen. „Unsere Kapazitäten sind erschöpft“, unterstrich die Tierheimleiterin.

Kommentare (5)

Auch wenn sie sich nicht mehr vermehren können, so fressen sie doch Vögel und Kleinsäuger. Pro Katze 50 im Jahr! Gas in das Haus zu lassen wäre deshalb von Anfang an die bessere Lösung gewesen. Weniger wegen der hohen Kosten für Futter und Kastrierungen als vielmehr im Hinblick auf den Artenschutz. Margret Kuhlmann ist keine Heldin. Sie ist das Opfer ihres eigenen Helfersyndroms. Auch sie selbst braucht Hilfe. Wer schon eine Katze zu hause hat, der melde sich nicht!

...ist an geistigem Skorbut kaum zu überbieten. Man mag nicht glauben, dass hier ein Mensch schreibt. Ihre hier hervorgebrachten Äußerungen sind krank und an Verachtung gegenüber anderen Lebewesen nicht zu überbieten. Vergleiche in dunkle Zeiten erspare ich mir mal...

Wenn ich Ihre geistreichen Kommentare der letzten Wochen mal zu einem Bild verschmelzen lasse: Sie sind sehr wählerisch bei den Individuen, die Sie für lebenswert halten. Und das meine ich nicht nur für Tiere. Vor ein paar Tagen haben Sie hier erklärt, keine "rechte", sondern eine "konservative" Einstellung zu haben. Der jetzige Vorschlag, Gas (ernsthaft - wer leidet hier an einem Syndrom?) als Lösung eines vermeintlichen Problems einzusetzen, liefert einen anderen Eindruck. Ich habe keine Katze, mag sie auch gar nicht besonders, also durfte ich mich wohl melden.

Menschen, die so schreiben, wie Elionore haben nicht mitbekommen, das dieses Problem von Menschen gemacht wurde. Wenn jeder seine Katzen, die Freigang haben, kastrieren würde, hätten wir nicht sooo viele ausgesetzte und nicht gewollte Katzen, die dann gezwungen sind sich selber zu ernähren. Natürlich wird alles gefangen,was satt macht. Auch Vögel! Wir Menschen haben die Katze als Haustier domestiziert. Also ist es auch unsere Verantwortung, dieses Problem zu bewältigen. Allerdings raten nur emotionale Krüppel den Rat, die Tiere zu vergasen. Da sind Methoden aus einer Zeit, die wir nie wieder erleben wollen. Elionore scheint diese Zeit gut zu kennen. Aber heute gibt es ein Tierschutzgesetz, welches Staatsziel ist. Sie sollte sich mal damit auseinander setzen. Ich empfehle ja auch keinem, bei Rot über die Ampel zu fahren. Es ist nämlich verboten !!!

Es ist ein Phantasieaccount eines Mannes, der sich in pseudo-seriöser Sprache austobt.