Wahl in Waren

Norbert Möller bleibt Warens Bürgermeister

Norbert Möller konnte sich in der Stichwahl am Sonntag gegen Toralf Schnur durchsetzen. So lautet das vorläufige Wahlergebnis. Die Entscheidung fiel am Ende überraschend deutlich aus.
Norbert Möller (SPD) bleibt Warens Bürgermeister
Norbert Möller (SPD) konnte am Sonntagabend jubeln - er bleibt Warens Bürgermeister Stephan Radtke
Daumen drücken bei Norbert Möller und seinen Anhängern. Es war ein ganz enges Rennen.
Daumen drücken bei Norbert Möller und seinen Anhängern. Es war ein ganz enges Rennen. Stephan Radtke
NK-Grafik
Waren

Kein Wechsel an der Müritz: Norbert Möller bleibt Warens Bürgermeister. 56,1 Prozent der Wähler haben am Sonntag ihr Kreuz bei dem SPD-Kandidaten und Amtsinhaber gemacht. Mit 40,4 Prozent lag die Wahlbeteiligung unter dem dem Ergebnis des ersten Wahlgangs am 13. September.

Schlechte Wahlbeteiligung

Von 18080 wahlberechtigten Bürgern machten nur 7312 ihr Kreuz. 4054 stimmten für Norbert Möller und 3171 Wähler für Toralf Schnur (FDP). Die beiden Kandidaten lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Es war die erste Stichwahl im Heilbad seit die Wähler den Bürgermeister per Direktwahl ins Amt heben können. Die neue Amtszeit beginnt am 1. Januar 2021 und endet mit dem 31. Dezember 2027.

Wahlparty unter Corona-Bedingungen

Im Vereinsheim des MSC am Tiefwarensee wartete Möller mit seinen Unterstützern auf die Ergebnisse. Toralf Schnur war wieder bei Ingo Warnke eingeladen, der vor sieben Jahren noch selbst als Kandidat angetreten war und nun den Chef der gemeinsamen Fraktion unterstützte. Den ersten Wahlgang hatte Norbert Möller mit 3096 Stimmen (38,5 Prozent) für sich entschieden. Toralf Schnur lag mit 2274 Stimmen (28,2 Prozent) hinter Möller und knapp vor dem CDU-Kandidaten Christian Holz (25,5 Prozent). Weit abgeschlagen waren der parteilose Thomas Splitt (5,4 Prozent) und der Einzelbewerber Jörg Krüger (2,4 Prozent).

Während sich Thomas Splitt für Toralf Schnur aussprach, gab die CDU nach internen Diskussionen für viele Warener überraschend keine Wahlempfehlung. Das könnte ein wesentlicher Grund für die geringe Wahlbeteiligung sein. Die Linken und die Grünen, die keine eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt hatten, sprachen sich schon vor der ersten Wahl für den Amtsinhaber aus. Trotz des Stimmenpolsters und des Amtsbonus halbierte Möller seine Stimmen im Vergleich zur Wahl vor sieben Jahren, wo er mit 56,2 Prozent deutlich siegte.Wie viel für die SPD bei dieser Wahl auf dem Spiel stand, verdeutlichte auch eine Videobotschaft der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die am Sonntag auf der facebook-Seite der Warener SPD veröffentlicht wurde. Darin warb Schwesig für den SPD-Kandidaten Möller. Gerade noch rechtzeitig. Die SPD-Bürgermeister im Land muss man lange suchen. Neben Norbert Möller gibt es mit Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode nur noch einen weiteren Sozialdemokraten an der Rathausspitze einer Stadt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Von den 25 größten Städten im Land, werden mit Schwerin (Rico Badenschier), Wismar (Thomas Beyer) und Waren (Norbert Möller) nur noch drei von SPD-Bürgermeistern angeführt. Gegen Mittag hatte sich bereits eine geringe Wahlbeteiligung angedeutet. Von den 942 Wahlberechtigten, die beispielsweise aus dem Wahlbezirk 9 im Jugendzentrum Joo ihr Kreuzchen setzen konnten, kamen bis Sonntagmittag 13 Uhr gerade einmal 208 Warener. Schon bei der ersten Wahl nahmen nur 45 Prozent der Wahlberechtigten ihr Recht auch war.

 

 

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