IN QUARANTÄNE

Nun auch Corona-Fall in Plastener Kita

Die Plastener Awo-Kita betreut in den nächsten zwei Wochen keine Kinder mehr. Nach Nordkurier-Informationen gab es in der Einrichtung einen Corona-Fall.
Seit Montag gibt es vorsorglich keine Kinderbetreuung mehr in der Plastener Kita, damit niemand mit dem Corona-Virus infiziert
Seit Montag gibt es vorsorglich keine Kinderbetreuung mehr in der Plastener Kita, damit niemand mit dem Corona-Virus infiziert wird. Michael Kappeler
Groß Plasten.

Nichts geht mehr derzeit in der Plastener Kita-Einrichtung „Traumzauberbaum“. Die Einrichtung in Trägerschaft der Awo Müritz wurde für zwei Wochen geschlossen. Alle Kinder wurden nach Hause geschickt und müssen voraussichtlich die nächsten zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Immerhin wurde ein Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet. Das bestätigte die Geschäftsleitung der Awo Müritz am Montagnachmittag.
„Die Einrichtung wurde unmittelbar nach Vorlage des Testergebnisses am 16. Oktober unter Quarantäne gestellt und vorsorglich geschlossen“, teilte Geschäftsführer Stephan Arnstadt mit. Die entsprechende Kontaktaufnahme mit den Eltern sowie deren Information sei in enger Abstimmung zwischen dem Gesundheitsamt und dem Träger der Kindertageseinrichtung erfolgt.

In der Plastener Einrichtung „Traumzauberbaum“ werden derzeit 77 Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder betreut. Ob die Positivtestung nun auch einen verordneten Test für Kinder und die weiteren Erzieher bedeutet, war bis zur Drucklegung dieser Ausgabe nicht bekannt. Von der Awo Müritz hieß es lediglich, dass die Abstimmungen dazu mit dem kreislichen Gesundheitsamt noch andauern.

Von der Schließung seinen nicht nur alle rund 50 Krippen- und Kindergartenkinder betroffen, sondern zusätzlich die Hortkinder. Dadurch kommt bei Plastens Bürgermeister René Petzke eine Befürchtung auf. Könnte auch die Grundschule im Ort von der Schließung und Quarantäne betroffen sein? Eine Antwort auf diese Frage gibt es bisher nicht.

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Gesundheitsamt ist informiert worden

Am zurückliegenden Freitag sollten die Eltern ihre Kinder überstürzt aus der Plastener Einrichtung abholen. Stunden später, so schildert es der Bürgermeister, sei schließlich durch das Gesundheitsamt des Kreises über die Quarantäne informiert worden. Ob Kinder und Kita-Personal nun getestet werden oder aber zwei Wochen ausharren und beobachten müssen, ob bei ihnen Corona typische Symptome auftreten, konnte Petzke nicht sagen.

Bürgermeister ließ sich testen

René Petzke möchte erst einmal abwarten. Auch sein Kind besucht normalerweise die Plastener Einrichtung. Momentan ist das Kind vorsorglich zu Hause. Petzke allerdings nahm am Montag schon den Weg zum Hausarzt auf sich, um einen Corona-Test zu machen. „Das ging ganz unkompliziert. Ich konnte im Auto sitzen bleiben und dann haben sie eine Speichelprobe genommen”, so der Ortschef, der einen negativen Test dringend für seine Arbeit benötige.

Auch in der Awo-Einrichtung Moltzow solle es einen Corona-Verdachtsfall geben, lauten Gerüchte, die sich zurzeit im Umlauf befinden. Die seien jedoch falsch. Das stellten Bürgermeister Wilfried Kühl sowie die Leiterin der Kita am Montagmorgen klar. Zu den Gerüchten, die bislang noch nicht aus der Welt geschafft sind, gehört die Behauptung, dass in Plasten vielleicht ein Corona-Testzentrum etabliert werden soll. Was es damit auf sich hat, ist bislang noch unklar.

Respekt ja, Panik nein

Respekt vor dem Virus ist angebracht, Angst und Panik sind jedoch nicht begründet, sagte Hausarzt und Internist Krassimir Stojanow aus Malchow. Seine Praxis schloss er seit dem 12. Oktober. Das Gesundheitsamt hatte eine sogenannte Arbeitsquarantäne verhängt, nachdem die Praxismitarbeiter Kontakt zu mehreren positiv getesteten Personen hatten. Arbeitsquarantäne – das bedeutet, dass die Mitarbeiter lediglich den Weg zur Arbeit und nach Hause hätten erledigen können – aber keine Einkäufe oder das Bringen der Kinder zur Kita, erklärte Stojanow. „Das wäre für meine drei Mitarbeiter nicht möglich gewesen, deshalb hatten wir für eine Woche ganz geschlossen“, so der Hausarzt.

Nachdem er und alle seine Mitarbeiter nun jeweils zwei negative Corona-Tests vorweisen können, öffnet die Praxis heute wieder um 8 Uhr. Bei Stojanow werden auch weiterhin Corona-Tests gemacht – und zwar auf dem Parkplatz, während die Betroffenen mit typischen Symptomen im Auto sitzen bleiben können. Diejenigen, die einen Infekt vermuten und zum Test kommen möchten, sollen sich zuvor in der Praxis anmelden.

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