Mühlenzeit
Nun locken wir wieder Gäste an!

Kathrin Grumbach, Heidrun Liebig und Herbert Wiedbusch (von links) sorgen dafür, dass die Röbeler Windmühle jetzt wieder geöffnet ist.
Kathrin Grumbach, Heidrun Liebig und Herbert Wiedbusch (von links) sorgen dafür, dass die Röbeler Windmühle jetzt wieder geöffnet ist.
Petra Konermann

An dieser Schönheit kommt kein Röbel-Besucher vorbei: Die restaurierte Windmühle ist neben den beiden Stadtkirchen ein Besuchermagnet. Nur weil sie auch unter Röbelern viele Fans hat, kann das historische Gebäude geöffnet werden.

Kaum ist die Tür der Röbeler Mühle aufgeschlossen, stehen auch schon die ersten Neugierigen vor der Tür. Noch wird in den einzelnen Etagen des denkmalgeschützten Gebäudes auf dem alten Burgberg aufgeräumt – die Schaulustigen kann das Durcheinander kurz vor Eröffnung der 7. Mühlen-Saison nicht schrecken. Sie wollen rein und gucken.

„So ist das immer. Die Mühle ist eben eine Attraktion in unserer Stadt“, sagt Kathrin Grumbach. Sie ist Vorsitzende des Bundes für Natur- und Heimat Müritz Elde e. V. (BNH), einem Verein der Heimatfreunde, die seit sieben Jahren dafür sorgen, dass die Mühle öffentlich zugänglich ist. Zunächst hatte der Verein das Gebäude Jahr für Jahr von der Stadt Röbel gepachtet, mittlerweile ist ein Dauerpachtvertrag unterschrieben.

Wunderbarer Blick auf die Stadt

Die Windmühle-Öffnungszeiten jedoch mit Ehrenamtlichen zu gewährleisten, wird immer mehr zu einem Kraftakt. „Das war vor ein paar Jahren einfacher, als wir Mitarbeiter über Arbeitsgelegenheiten hier einsetzen konnten. Wir hatten uns in diesem Jahr beim Bundesfreiwilligen-Dienst um so genannten Buftis beworben. Das hat leider nicht geklappt. Jetzt stemmen wir die Öffnungszeiten über unsere Vereinsmitglieder und über Freiwillige“, erklärt Kathrin Grumbach. Und die Helfer sind voller Elan bei der Sache – schließlich strömen pro Saison durchschnittlich rund 21 000 Besucher in die Mühle. Es hat sich längst herum gesprochen, dass es von der Galerie der Mühle aus einen wunderbaren Blick über die Stadt gibt. Und natürlich locken auch die unterschiedlichen Ausstellungen, die bis Ende Oktober in der Mühle gezeigt werden.  Den Auftakt in diesem Jahr gestaltet Ute Reichard aus Rechlin. „Mecklenburg – lieben und malen“ hat sie die Schau ihrer Bilder genannt, die bis Mitte Juli in der ersten Etage der Mühle zu sehen sind. In Aquarellen und Acrylbildern hat die Rechlinerin fest gehalten, was sie an Mecklenburg liebt – die Weite der Landschaft, aber auch die Tierwelt. Die zweite Mühlen-Etage gehört wieder historischen Schönheiten – alten Fotos von den längst verschwundenen Windmühlen rings um Röbel, zusammengetragen von Herbert Wiedbusch.